Klosterwiese  Breitbrunn

Bebauung fällt deutlich schlanker aus

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Breitbrunn – Einfamilienhäuser, Doppelhäuser und Dreispänner sollen auf dem 32.350 Quadratmeter großen Areal zwischen Seeblick- und Seestraße auf der sogenannten Klosterwiese in Breitbrunn entstehen.

Rund 60 interessierter Zuhörer, die meisten aus Breitbrunn, waren am Montagabend zur Sitzung des Bauausschusses ins Rathaus gekommen, um mehr über das nicht unumstrittene Großprojekt, den Charakter der Bebauung und den zeitlichen Ablauf zu erfahren. „Wir stehen erst ganz am Anfang, also seien Sie heute ganz entspannt“, versuchte Bürgermeister Christian Schiller gleich zu Sitzungbeginn die Gemüter zu beruhigen. Für das weitere Verfahren kündigte Schiller eine rasche Bürgerbeteiligung in Form einer eigenen Bürgerversammlung zu dem Vorhaben an. „Das kann bereits im Herbst passieren oder erst in zwei Jahren“, so das Gemeindeoberhaupt zur möglichen Ver- fahrenslänge. Mit den Architekten Anton und Uli Sommersberger sowie Peter Schneider und dem Energieberater Jörg Grünbauer diskutierten die Ausschussmit- glieder schließlich über zwei Stunden über Geschossflächenzahlen, die bauliche Dichte und einem möglichen Wärmekonzept für das Neubaugebiet. 48 Wohneinheiten mit einer Wohnfläche von 150 bis 200 Quadratmeter sind entsprechend eines Vorentwurfs des Büro Sommersberger geplant. Was im Sommer vergangenen Jahres schon einmal mehr war. Da hatte Sommersberger im Auftrag der Ursberger Schwestern 68 Wohneinheiten geplant – was die Nachbarn auf den Plan rief, die sich zur Bürgerinitiative „Lebenswertes Breitbrunn“ formierten. Die Sorge einer zu dichten Bebauung ist zwar noch nicht ganz verflogen, Rathauschef Schiller allerdings teilte am Montag mit, er habe mit dem Sprecher der Initiative „ein sehr gutes Gespräch geführt“. Die Grundstücksflächen bewegen sich zwischen 300 und 1.500 Quadratmeter, auf letzteren könnten sechs Einfamilienhäuser entstehen, was eine deutlich lockere Bebauung bedeutet als noch im 2012-Entwurf. Gebaut werden soll maximal zweigeschossig, auch die Dachform grenzte der Ausschuss am Montag schon einmal ein: Erlaubt werden sollen Flachdächer sowie Walm- und Satteldächer. Die Pultdachform wurde ausdrücklich abgelehnt. Ebenfalls Grünzüge und ein Spielplatz sieht die Sommersberger-Planung vor, was im Ausschuss auf großes Gefallen stieß. Auf Anregung von Johannes Puntsch (FDP) wurde der Trampelpfad am nördlichen Ende der Klosterwiese in die Planung mit aufgenommen. Dieser soll einmal durch einen Fußweg ersetzt werden. Bis zur nächsten Beratung werden die Architekten auch eine „Straßenraumplanung“ vorlegen, was unter anderem von Christiane Gruber (BGH) gefordert wurde. Auch über die Möglichkeit, die Klosterwiese in einzelnen Abschnitten zu bebauen, wurde in der Sitzung diskutiert. Was Schiller gerne in die Bürgerversammlung verlegen möchte. Denn, möglicherweise wäre den Anwohnern ein schneller Bauabschluss ja lieber, überlegte er. Viel Zeit nahm der Vortrag von Jörg Grünbauer für ein Wärmekonzept in Anspruch. Bis zu sieben verschiedene Varianten könnten für warmes Wasser und Raumtemperatur sorgen. Vor allem die sogenannte Verbundlösung hob Grünbauer besonders hervor. Diese sei nicht nur „öklogisch vernünftig“, sondern unterm Strich auch „ökonomisch sinnvoll“. Bis zu vier Bauherren könnten sich demnach zusammenschließen und gemeinsam ein „Heizhaus“ unterhalten. Ob das überhaupt geht, muss vor allem von der Verwaltung juristisch geklärt werden. Oliver Puls

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