Konzept liegt bereits vor

Nach der Insolvenz des traditionellen Kaufhauses Sedlmayr in Inning ist das Gebäude mittlerweile bei einem amerikanischen Immobilienfond gelandet Foto: Polster

Ein leeres Kaufhaus mitten in Inning? Seit vielen Jahren ärgern sich Bürger wie auch der Gemeinderat über den Leerstand. Zumal die Versorgung im Ort grundsätzlich zu wünschen übrig lässt. Nun will Manfred Herz für Abhilfe sorgen. 

Der Standort mitten im Ort sei bis auf die komplizierte Parkplatzsituation optimal, sagt Manfred Herz, unter anderem Betreiber des Hobbylands in Gilching. Nach der Insolvenz des traditionellen Kaufhauses Sedlmayr in Inning ist das Gebäude mittlerweile bei einem amerikanischen Immobilienfond gelandet. „Ich bin seit zwei Jahren mit den jetzigen Besitzern wegen eines Ankaufs im Gespräch. Die Chancen stehen gut. Dem Unternehmen gefällt mein Konzept. Es gibt aber noch einige Punkte zu klären.“ Grundsätzlich zeigt sich Herz optimistisch, in Bälde zu einem Vertragsabschluss zu kommen. Welches Programmsortiment er letztendlich anbieten will, stehe noch nicht fest. „Ich kann mir ein Hobbyland aber auch ein anderes Sortiment gut vorstellen“, sagt Herz. Ähnlich wie in Feldafing auch habe er sich unter anderem auf Gebäude spezialisiert, die seit langem verwaist, gleichzeitig aber für  mittelständische Unternehmen interessant sind. In Feldafing stand ein Gebäude im Rohbau über zehn Jahre leer. Vor vier Jahren hat es Herz erworben, an Rewe die Ladenflächen und den Rest an Büros vermietet. „Es war die richtige Entscheidung und es läuft sehr gut.“    Dass ein Hobbyland oder ähnliches eine Bereicherung für den Dorfkern von Inning werden wird, davon ist Herz überzeugt. „In vielen Orten herrscht ja meist ein Überangebot. Inning dagegen ist definitiv unterversorgt.“ Bei Bürgermeister Werner Röslmair stößt der Kaufmann auf offene Ohren. „Ein Kaufhaus fehlt“, sagte Innings Bürgermeister Werner Rölsmair auf Anfrage. Als einzige Einkaufsmöglichkeit steht den Inninger Bürgern derzeit der Edeka-Markt am Ortsende zur Verfügung. „Er ist gut sortiert und auch gut besucht. Es sind aber nur 8.000 Artikel aus dem Lebensmittelbereich im Angebot.“ Oft herrsche laut Röslmair ein derartiger Andrang, „dass 30 Minuten Wartezeit an der Kasse keine Seltenheit ist. Wir brauchen dringend eine Ergänzung“. Vorteil des Kaufhauses an der Hauptstraße sei außerdem eine genehmigte Öffnungszeit an  Sonn- und Feiertagen. „Wir sind offiziell ein Touristenort. Dadurch gelten andere Vorschriften und der Laden dürfte nach der Messe für mehrere Stunden geöffnet sein.“   Unabhängig von der Nutzung des Kaufhauses Sedlmayr hofft Röslmair, dass sich auch für den Ortsteil Buch eine Lösung ergibt. Bisher gibt es in dem 800-Seelendorf keinerlei Einkaufs- und Ausgehmöglichkeiten „Wir haben extra im neuen Baugebiet an der Staatsstraße ein kleines Cafe, ein Geschäft oder einen Kiosk vorgesehen.  Aber bei nur rund 800 Einwohnern findet sich kein Interessent, der in Buch ein Geschäft eröffnen will“, bedauert Röslmair. 

Meistgelesene Artikel

Vor dem Spaß wurde aufgeräumt

Weßling – Wenn die Temperaturen in den Minusbereich rutschen, bricht bei so manch einem Weßlinger nervöse Vorfreude aus. Dann bringt er oder sie …
Vor dem Spaß wurde aufgeräumt

Auftakt der Feierlichkeiten zum 1275. Geburtstags Tutzings

Tutzing – Zu ganz besonderen Anlässen kann die Gemeinde Tutzing die ansonsten verpachtete Kustermann-Villa für eigene Veranstaltungen nutzen - und so …
Auftakt der Feierlichkeiten zum 1275. Geburtstags Tutzings

Ehepaar wegen gemeinschaftlichen Betruges in zwei Fällen verurteilt

Tutzing – Als ein Ehepaar vor über drei Jahren eine Villa am Tutzinger Höhenberg anmietete, beging vor allem der laut seinem Anwalt „federführende“ …
Ehepaar wegen gemeinschaftlichen Betruges in zwei Fällen verurteilt

Kommentare