Kreisbauerntag Starnberg

Rückblick auf 40-jährige Geschichte

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Andechs/Landkreis – Beim traditionellen Bauerntag an Mariä Lichtmess trafen sich am Samstag im Klostergasthof in Andechs rund 200 Gäste.

Höhepunkt war ein humorvoller Rückblick auf die 40-jährige Geschichte aus der Feder des damaligen Bauernkreisobmanns Helmut Wagner. Über die Zukunft der Bauern sprach der bayerische Bauernpräsident Walter Heidl.    „Wir haben praktisch ein Jubiläum, wir haben 40 Jahre Bauerntag“, begrüßte der amtierende Kreisobmann Georg Zankl die Gäste. Als 1973 der damals 28-jährige Helmut Wagner als jüngster Kreisobmann Deutschlands zum ersten Kreisbauerntag ins Klosterdorf eingeladen hatte, begann auch die Tradition, dass vor dem geselligen Teil im Klostergasthof der jeweilige Abt in die Klosterkirche zum Gottesdienst einlädt. So auch heuer. Zankl bedankte sich bei Abt Johannes Eckert für „die schöne Predigt“ und auch dafür, dass er als Ehrengast die Geselligkeit mitmachte. Landrat Karl Roth zeigte sich stolz, dass er bereits zum 18. Mal beim Kreisbauerntag dabei ist. Erst als Andechser Bürgermeister und seit fünf Jahren als Landrat. Er verwies darauf, „dass die Landwirte und Landfrauen insbesondere die letzten Jahrzehnte das Gesicht des Landkreises mit geprägt haben. Dass es so schön aussieht, ist unser Kapital, auch für den Tourismus. Es ist alleine ihr Werk, dass die Äcker und Wiesen so schön gepflegt sind“. Bauernpräsident Walter Heidl richtete seinen Blick in die bäuerliche Zukunft. „Wir schauen gespannt nach Brüssel. Dort wird in den nächsten fünf Monate über die EU-Agrarpolitik von 2014 bis 2020 entschieden. Auch für die über 400 Bauernfamilien im Landkreis Starnberg steht dabei viel auf dem Spiel“, mahnte er. Mehr zu lachen gab es beim Rückblick, den in bewährt frotzelnder Manier Helmut Wagner hielt. Einen humorvollen Seitenhieb musste auch der Bauernpräsident einstecken, der während seiner aufrüttelnden Rede die Zeit zu vergessen schien. „Er hod zu mir zwoa Moi gsagt, dass er nur a dreiviertel Stund’ red’. Des zwoa Moi gsogt, macht oanahoib Stund’. Passt scho“, lenkte Wagner ein. Er erinnerte aber auch an seinen Vorgänger Georg Schwojer, der während seiner 20-jährigen Amtszeit viel auf die Beine gestellt habe. Von einer längeren Krankheit wieder voll genesen, genoss dieser den Bauerntag und auch die Ovationen, die ihm zuteil wurden. Was eine Bäuerin veranlasste zu sagen, während Schwojer gerade von der über 80-jährigen Ingrid Frömming abgebusselt wurde: „Der Wagner hod zwar a guade Red’ g’halten. Aber der Schwojer Schorschi ist dafür vui öfters geküsst wordn.“ Ausschnitte aus den jeweiligen Reden gibt es auf www.bbv-starnberg.de. pop

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