Kreissparkasse

Lebendiger Immobilienmarkt

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Starnberg – Das Wirtschaftsjahr 2014 verlief aus Sicht der Kreissparkasse zufriedenstellend.

„Es ist uns in allen Geschäftsfeldern gelungen mit und teilweise über dem Markt zu wachsen und dabei ein sehr ordentliches Ergebnis zu erwirtschaften“, erklärte Vorstand Walter Fichtel in Abwesenheit des Vorstandsvor- sitzenden Josef Bittscheidt bei der Vorstellung der Geschäftszahlen. Das Kundengeschäftsvolumen ist im vergangenen Jahr um über 1,1 Milliarden Euro auf 18,3 Milliarden Euro gestiegen. Ebenso erfolgreich wie bereits im Vorjahr entwickelte sich das Kreditgeschäft mit Kreditneuzusagen von über 1,6 Milliarden Euro. Der Kreditbestand wuchs um rund acht Prozent auf 7,2 Milliarden Euro. Die Ausleihquote, das Verhältnis von Kundeneinlagen zu Kunden- krediten, betrug zum Jahresende 87 Prozent und konnte damit seit 2011 um neun Prozentpunkte gesteigert werden. „Diese Kennziffer bildet die Erfüllung des gesetzlichen Auftrages unseres Erachtens sehr gut ab“, erklärte Fichtel. Und weiter: „Sie zeigt, dass wir die Kundeneinlagen fast ausschließlich zur Finanzierung privater und unternehmerischer Investitionen in unserer Region verwenden.“ Die absolute Mehrheit der Kunden der Kreissparkasse legt ihr Erspartes derzeit kurzfristig an – eine Folge der Niedrigzinsphase, die sich auch in deutlich steigenden Giroguthaben bemerkbar macht. Das aktuelle Zinsumfeld aber auch der beständige Wunsch der Kunden nach Sicherheit machte eine Produktvariante besonders attraktiv und erfolgreich: das Aktivsparen. Insgesamt konnte die Kreissparkasse so deutliche Zuwächse von rund 340 Millionen Euro erzielen. Das entspricht einer Steigerung der Kundeneinlagen um vier Prozent auf 8,6 Milliarden Euro. Insgesamt positive wirtschaftliche Rahmenbedingungen, die expansive Geldpolitik und die niedrigen Zinsen für klassische Spareinlagen sorgten 2014 für gute Stimmung an den Börsen. Auch die Kunden der Kreissparkasse setzten zunehmend wieder auf Wertpapieranlagen, wobei vor allem Aktien und Investmentfonds gefragt waren. Per Stichtag 31. Dezember betreut die Kreissparkasse in den Depots ihrer Kunden ein Wertpapiervermögen von etwa 2,5 Milliarden Euro – 305 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Seit November 2014 ist die Eröffnung eines Girokontos bei der Kreissparkasse auch online möglich – eine Erweiterung des Online-Angebots, das bereits Kreditkarten und Sparkassenbriefe beinhaltet. Bereits in den ersten sechs Wochen wurden rund 50 Girokonten über die Internetfiliale der Kreissparkasse eröffnet, darunter sehr viele Neukunden. „Ein Indiz dafür, dass die Digitalisierung der Kommunikation und des Lebens der Kunden fortschreitet, unser Angebot den Markt trifft und wir diesen Zugangsweg weiter ausbauen müssen“, führt Vorstand Andreas Frühschütz aus. Private Wohnbaufinanzierungen sind weiterhin ungebrochener Wachstumsmotor für das Kreditgeschäft. Das Volumen stieg hier um über sechs Prozent. Im Detail sind das gut 4.800 neue Wohnbaudarlehen in Höhe von 867 Millionen Euro. Die Immobilienvermittlungen liegen aufgrund der anhaltend hohen Nachfrage bei gleichzeitig rückläufigem Angebot mit 254 vermittelten Objekten um 56 Stück unter dem Vorjahreswert. Der mit 100 Millionen Euro nur leicht unter dem Niveau von 2013 liegende Objektwert begründet sich durch den Trend zu höherpreisigen Objekten und dem anhaltend steigenden Preisniveau 2014. „Auch 2014 verfügen die Unternehmen aufgrund ihrer meist guten wirtschaftlichen Situation über eine hohe Innenfinanzierungskraft. Vor diesem Hintergrund hat sich unser gewerbliches Kreditgeschäft durchaus erfreulich entwickelt“, so Vorstand Walter Fichtel. Die Kreissparkasse verzeichnete einen Zuwachs von sechs Prozent beziehungsweise 214 Millionen Euro auf 3,8 Milliarden Euro unternehmerisches Kreditvolumen. Besonders lebhaft entwickelte sich im vergangenen Jahr das Bauträgergeschäft. Gegenüber Bauträgern und Immobilieninvestoren sagte die Kreissparkasse 2014 neue Kredite in Höhe von 230 Millionen Euro zu, 40 Prozent mehr als im bereits starken Vorjahr. Das Betriebsergebnis vor Bewertung und Steuern liegt schließlich bei rund 102 Millionen Euro. Ein wesentlicher Teil des Jahresergebnisses wird erneut den Rücklagen zugeführt, um insbesondere den langfristigen Auswirkungen der Niedrigstzinsen Rechnung zu tragen. „Damit stärken wir die Stabilität der Kreissparkasse, damit sie ihre vornehmliche Aufgabe als regionaler, leistungs- fähiger Finanzierungspartner der Bürger, der Wirtschaft und der Kommunen auch in Zukunft wahrnehmen kann“, erläuterte Vorstand Peter Waßmann. kb

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