Kriminalstatistik 2013

Straftaten haben abgenommen

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Gilching – Dass die Wohnungseinbrüche in Gilching in der Bevölkerung für mehr Beunruhigung sorgen als andere Delikte, liegt an der persönlichen Betroffenheit, sagte Andreas Ruch von der Polizeiinspektion Germering.

Der Polizeihauptkommissar präsentierte am Donnerstag im Beisein des neuen Dienststellenleiters Jürgen Dreiocker und Polizeioberkommissar Erich Heinz die Kriminalstatistik für 2013. Erstmals waren die Germeringer Polizeibeamten anlässlich der Jahresbilanz zu Gast im Gilchinger Rathaus. Bei der Präsentation mit dabei Hausherr Bürgermeister Manfred Walter und die Amtskollegen Andreas Haas aus Germering und Frederik Röder aus Alling. „Unser Zuständigkeitsbereich sind die Stadt Germering und die Gemeinden Gilching und Alling mit insgesamt 60.000 Einwohnern“, erklärte Polizeihauptkommissar Andreas Ruch. „Das Gebiet umfasst 75 Quadratkilometer. Da sind unsere Kollegen ganz schön unterwegs.“ Erfreulich sei, dass die Straftaten insgesamt und um 15,6 Prozent abgenommen haben. Waren es 2012 noch 2.429 Delikte reduzierten sich diese auf 2.051 Straftaten im Vorjahr. Die Aufklärungsquote lag bei 55,5 Prozent. Ermittelt werden konnten 990 Tatverdächtige, wobei der Anteil der ausländischen Verdächtigen bei 25,8 Prozent lag. Rückläufig sei auch der Anteil der Kinder unter 14 Jahren. Hier wurden 29 Verdächtige ermittelt, 2012 waren es noch 40 Buben und Mädchen, die unter Verdacht standen, eine Straftat begangen zu haben. Bei den Jugendlichen zwischen 14 und 18 Jahren waren es 102 (126) und bei den Heranwachsenden von 18 bis 21 Jahren 109 (137) Tatverdächtige. In Bezug auf die Wohnungseinbrüche sagte Ruch: „Im Vergleich zu anderen Regionen leben die Bürger im Zuständigkeitsbereich der PI Germering sicher.“ 20 Wohnungseinbrüche wurden in Gilching notiert, wobei die Täter meist nicht gefasst werden können, bedauerte Ruch. Für die Betroffenen jedoch sei der Umstand, dass sie während des Schlafes ausgeraubt werden, nicht so leicht zu verkraften. Im Ortsteil Geisenbrunn war beispielsweise ein so genannter Fensterbohrer unterwegs, der in einer Nacht vier Wohnungen heimgesucht hatte. „Insgesamt werden diesem Einbrecher im Großraum München 60 Einbrüche zugeschrieben. Erwischt wurde er bisher nicht.“ Dass es dennoch keine steigenden Zahlen gibt, sei dem Umstand geschuldet, dass die Polizei mittlerweile mehr Präsenz in Uniform zeige. Ruch: „Die positive Entwicklung liegt aber auch mit an den Bürgern, sie wesentlich aufmerksamer geworden sind. Sie melden uns viel öfter als früher, wenn verdächtige Beobachtungen gemacht werden.“ Dazu zählen unbekannte Kraftfahrzeuge mit Insassen, die vor dem Haus stehen oder Bettler als Vorhut, die läuten und nur unterwegs sind, um die Möglichkeiten eines Einbruchs auszukundschaften.“ pop

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