Leben und Wirken gewürdigt

Anlässlich einer Gedenkfeier zum 60.Todestag von Mirok Li erwiesen zahlreiche Ehrengäste darunter S.E. Tae Young Moon, Christoph Göbel, Peter Köstler, Kim Kwang Kyu, Sylvia Bräsel und Helmut Koschyk an seiner letzten Ruhestätte ein gebührendes Andenken. Foto: Kuhn

In einer Gedenkfeier zum 60. Todestag von Mirok Li in Gräfelfing erwiesen zahlreiche Ehrengäste darunter S. E. Tae Young Moon, Botschafter der Republik Korea, Bürgermeister Christoph Göbel, der Mikor Li Preisträger 2008, Professor Kim Kwang Kyu, die Mirok Li Preisträgerin 2009, Sylvia Bräsel und Staatssekretär Hartmut Koschyk an seiner letzten Ruhestätte ein gebührendes Andenken nach buddhistischem Ritus.

Der 1899 in Nordkorea geborenen Schriftsteller, der sich aktiv an der Unabhängigkeitsbewegung gegen die japanische Besatzungsmacht im Jahre 1919 beteiligte, floh 1920 vor seiner drohenden Verhaftung über Shanghai nach Deutschland. Hier wandte er sich der Schriftstellerei zu. Seine Werke finden bis heute große Anerkennung. Von 1947 bis 1949 hatte Mirok Li einen Lehrauftrag für koreanische Sprache sowie chinesische Literatur und Geschichte am ostasiatischen Seminar der Universität München. In Gräfelfing befindet sich seine letzte Ruhestätte. S. E. Tae Youn Moon würdigte die Arbeit der Deutsch-Koreanischen Gesellschaft und zeigte sich tiefbeindruckt von dem Wirken Mirok Lis für die deutsch-koreanischen kulturellen Beziehungen. Moon machte auch deutlich, „dass das Gedenken an Li zur Mahnung dienen soll, dass auch heute immer wieder am Fundament der koreanisch-deutschen Beziehungen in allen Bereichen, wie Wirtschaft, Politik und Kultur, gearbeitet werden muss“. Göbel erinnerte an das Wirken Mirok Lis in Gräfelfing. Li kam während des 2. Weltkrieges nach Gräfelfing. Sein Engagement in der Weißen Rose und mit Professor Seiler haben ihn immer angeregt nachzudenken, wie der Wiederaufbau nach der Greulherrschaft in Gräfelfing, gemeistert werden kann. „Wir sind stolz, dass Mirok Li seine letzte Heimat in Gräfelfing gefunden hatte. Daher werden wir das Gedenken immer unterstützen“, so Göbel. Anlässlich der Gedenkveranstaltung im Bürgerhaus würdigten auch die Mirok Li-Preisträger Kim Kwang Kyu und Sylvia Bräsel, das Leben und Wirken Mirok Lis. So führte Kim Kwang Kyu vor allem das literarische Wirken Lis aus und erläuterte seine Begegnungen mit den Werken Lis. Sylvia Bräsel hingegen beleuchtete das Leben Lis in Deutschland und überraschte mit vielen, bis heute unbekannten, Dokumenten seiner Studienzeit. Der Vorsitzender der deutsch-koreanischen Gesellschaft Hartmut Koschyk umriss die Bedeutung Lis für die deutsch-koreanischen Beziehungen und dankte der Gemeinde Gräfelfing für ihren Einsatz und das Engagement für den ehrwürdigen Erhalt des Gedenkens an Mirok Li. Er gilt als der „Münchner Koreaner“, der in der Bayerischen Landeshauptstadt nach Flucht und Vertreibung aus seiner japanisch besetzten Heimat seine „zweite Heimat“ fand. Er studierte in Bayern und erlebte sowohl den Nationalsozialismus sowie den Widerstand der „Weißen Rose“ in München. Mirok Li führte viele Deutsche an Korea und die ostasiatische Kultur heran und wurde so zum Mittler und Botschafter zwischen beiden Ländern. Zugleich überzeugte er durch seine menschliche Offenheit, Heimatliebe und Toleranz.

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