Lustige Aubachtaler

Das Publikum fragte immer nach

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Hechendorf – Beste Freunde sind Alexander von Dehn und Heinz Süß seit über 30 Jahren. Gemeinsam gründeten sie die „Lustigen Aubachtaler“, gemeinsam helfen sie einander, wenn einer in Not ist. Derzeit freuen sie sich auf die Präsentation ihrer ersten CD, die im März auf den Markt kommt.

Erzählen Alexander von Dehn und Heinz Süß von ihren musikalischen und auch anderen Abenteuern, passt kein Blatt mehr zwischen die Freunde. „D’Aubachtaler sind meine Familie“, sagt Süß. Der gebürtige Österreicher hat so einige Schicksalsschläge hinter sind, hat sich aber immer wieder aufgerappelt und das Leben neu angepackt. „Er ist ein Lebenskünstler. Egal auch, wie tief er fällt, er steht auf und macht weiter“, betont von Dehn. Insbesondere die Scheidung habe Süß zu schaffen gemacht. „Meine Frau hat mich vor die Wahl gestellt, die Musik oder sie. Da habe ich mich für die Musik entschieden, obwohl mir die Trennung von meiner Familie sehr schwer gefallen ist. Ich war froh, dass mich die Aubachtaler in jeder Form aufgefangen haben.“ Begeistert zeigt sich der 65-Jährige, dass die drei Kinder zwischen 31 und 35 Jahren allesamt Musiker geworden sind. „Leider wohnen sie halt noch a bißerl zu weit weg. Wenn ich einen Wunsch frei hätte, wünschte ich mir, dass sie näher bei mir sein sollten.“ Bis dahin bleiben dem gelernten Zimmerer die Musik und die Freunde. Er und von Dehn waren es auch, die vor 31 Jahren die „Lustigen Aubachtaler“ aus der Taufe gehoben haben. „Wir waren beide bei der Hechendorfer Blasmusik“, erzählt von Dehn. Da habe es jedoch ein paar Unstimmigkeiten wegen eines Auftritts im afrikanischen Toto gegeben, weshalb sich ein Teil der Musikanten entschieden hat, eigene Wege zu gehen. „Mia san beim Strunz z’ammg’sess’n und ham überlegt, was mach‘ ma jetzt“, erinnert sich der 55-Jährige. Nach ein paar Maß Bier waren schließlich D’Aubachtaler geboren. „Der Erfolg war von Anfang an da. Das liegt mit daran, dass wir kein Verein sind, ein jeder der Lust hat, mitspielen kann und dass es kein strenges Reglement gib. Im Durchschnitt spielen wir 70 Auftritte im Jahr“, sagt von Dehn. „Mia san einfach nur Leid, de zünftig z’ammsitz’n und Musi spuin“, ergänzt Süß. Was auch den Erfolg auf der Bühne ausmache. „Wenn mia spuin, spuin mia für uns und woin unsa Gaudi. Wenn des passt, dann passt’s. Des kimmt rüber und des gfoid am Publikum.“ Während von Dehn mit dem Schlagzeug den Ton angibt, wechselt Süß zwischen Tenorhorn, der Steirischen, der Tuba und der Zugposaune. Nach drei Jahrzehnten gemeinsamen Musizierens sei es nun an der Zeit, zumal das Publikum stets danach gefragt habe, eine CD herauszubringen. Mitte Januar geht es ins Tonstudio nach Innsbruck zur Aufnahme. Dehn: „Kommt nichts mehr dazwischen, dann präsentieren wir unsere erste CD am 25. März beim Starkbierfest im Hechendorfer Bürgerstadl.“ pop

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