Mehr für Kinder tun

Für heuer ist der Seniorennachmittag in Gilching gesichert. Der Festausschuss der Gemeinde wie auch der Kultur- und Sozialausschuss haben beschlossen, die Verköstigung von Bürgern ab dem 65. Lebensjahr im Rahmen des Burgfestes und der Geisenbrunner Kirta zu integrieren. Erst 2010 soll neu entschieden werden.

Seit Jahren schon ist der Seniorennachmittag in der Kritik. Immerhin kostet ein einziger Nachmittag inklusive Einladungsschreiben, Porto, Alleinunterhalter und Verköstigung rund 40.000 Euro. Viel Geld, wenn man bedenkt, dass es in Gilching viele Kinder und Jugendliche gibt, deren Eltern sich das Essen während der Mittagsbetreuung nicht leisten können. Darauf machte auch Adelheid Dörmer (CSU) in der jüngsten Kultur- und Sozialausschusssitzung aufmerksam. „Die meisten Rentner und Pensionisten können sich ein halbes Hendl und eine Maß Bier kaufen. Wir sollten uns lieber überlegen, etwas für die Jugendlichen und Kinder zu tun“, mahnt sie. Bisher fand der Seniorennachmittag innerhalb des Volksfestes statt. Dem Fest selbst wurde mangels Interesse bereits eine Absage erteilt. Für heuer ist nun geplant, die Gilchinger Senioren beim Burgfestes des Spielmanns- und Fanfarenzuges Edelweiß in Gilching (24. bis 26. Juli) sowie die Geisenbrunner Senioren im Rahmen der Dorfkrita am 4. und 5. Juli zu verköstigen. „Einzelheiten über den Ablauf der Seniorennachmittage werden im Frühjahr mit den Vorstandschaften beider Vereine abgesprochen“, sagte Bürgermeister Manfred Walter in der Ausschusssitzung. SPD-Gemeinderat Michael Rappenglück sprach sich für die Abschaffung des Seniorennachmittags und grundsätzlich für eine Neuorientierung aus. Der Kulturreferent bedauerte, dass die Besprechung ohne ihn stattgefunden habe. Auf den Vorwurf von Harald Schwab (CSU), er hätte zum Treffen kommen können, erklärte Rappenglück: „Ich hatte mich entschuldigen lassen. Außerdem wurde der Termin, ohne mich zu fragen, auf einen Tag gesetzt, an dem ich unabkömmlich war.“ Wie berichtet hatte Rappenglück angeregt, statt des Volksfestes ein Bürgerfest für alle Bürger auf die Beine zu stellen. Für die älteren Mitbürger aber solle gleichermaßen wie für Kinder und Jugendliche ein Ausgleich für den Kosten intensiven Seniorennachmittag gefunden werden. Der Rathauschef signalisierte, dass für 2010 noch alles offen ist und dass dann neu entschieden werden muss.

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