Mehr Platz für ABC-Schützen

Mit einem herzlichen Grüßgott begrüßte Schulleiterin Gertrud Wessely zahlreiche Gäste, die zur Einweihung des zweiten Bauabschnittes in die Grundschule Gräfelfing eingeladen waren. Darunter die beiden CSU-Bürgermeister Christoph Göbel und Peter Köstler, Altbürgermeister Eberhard Reichert, wie auch zahlreiche Gemeinderäte, Bauherren, Architekten, Bauleute, Gartenbauarbeiter, Elternbeirat, Schüler wie auch die Pfarrerin Elke Eilert und ihr katholischer Kollege Anton Schönauer.

Ganz bewusst wählte die Rektorin das traditionelle und christliche Grußwort „Herzliches Grüßgott“. Diese Formulierung habe sich über viele Jahre bewährt, so Wessely und darin liege auch ein tiefer Sinn: „Gott soll unsere Wege leiten und lenken. Allen die in unserem Schulhaus leben und arbeiten soll nichts Böses widerfahren.“ Noch ist die Schule nicht ganz fertig. In den Sommerferien startete der dritte und letzte Bauabschnitt, der sich aufgrund steigender Schülerzahlen und verstärkter Nachfrage an Mittagsbetreuung nicht vermeiden ließ. Bis zum Schuljahr 2009/10 werden diese bezugsfertig sein. „Vor über eineinhalb Jahren haben wir unser Schulhaus bezogen“, so Wessely und sobald der 3. Bauabschnitt fertig sei, sprich, „wenn alles fertig ist und nicht nur wenn die Wände hochgezogen sind, werden wir eine große Feier mit einem großen Programm und Theaterstück organisieren. Auf dieses großes Einweihungsfest freuen wir uns jetzt schon.“ Wessely bedankte sich abschließend bei all denen die sich für den Bau stark gemacht, darunter auch Altbürgermeister Eberhard Reichert, Florian Ernstberger und Petra Schaber. Rathauschef Christoph Göbel bedankte sich bei allen Gemeinderäten, die bereit waren über zehn Millionen Euro in die Schule, in Bildung und für Kinder zu investieren. „Ganz früh hat bereits Eberhard Reichert in seiner Amtsperiode die Weichen dafür gestellt, dass wir heute in dieser Schule stehen.“ Sein Dank richtete Göbel aber auch an Schüler, Lehrer und Leitung, die den Schulbetrieb trotz der langen Bauphase aufrecht erhielten. „Das ist eine große Probe, die man bestehen muss.“ Was den Baulärm, verstaubte und verschmutzte Straßen betrifft, so begrüßte Göbel ganz herzlich auch die Anwohner und bedankte sich für deren Geduld mit dem Satz: „Mit unseren Nachbarn haben wir sehr großes Glück.“ Mit den neuen Räumlichkeiten hat die Gemeinde vor allem den Weg zur Ganztagschule geebnet. Nach Fertigstellung des letzten Abschnitts, deckt die Gemeinde den Bedarf an verlängerter Mittagsbetreuung/ Hortplätzen zu 100 Prozent ab. Auf Göbels Frage wie alt denn die Grundschule überhaupt ist, gingen die Meinungen der Schüler weit auseinander. Von ein paar Jahren bis fast hundert Jahre, so alt sei die „gelbe Schule da drüben“. Nächstes Jahr feiert das aus der Jahrhundertwende stammende Gebäude an der Bahnhofstraße sein 100-jähriges Jubiläum und bis dahin soll auch die Faßade des einstigen Rathauses saniert werden. Vor der abschließenden Haussegnung erlebten die Gäste eine Weltpremiere. Erstmals trat der Lehrerchor in der voll besetzten Turnhalle auf. Mit ihrem selbst komponierten Lied bezogen sich die Lehrer auf ihre neue Schule: „Wer will fleißige Handwerker sehen, ei der muss zu uns hergehen. Parkplatz Not, Lehrer sehen rot“ oder „Wer will fleißige Handwerker sehen, ei der muss zu uns hergehen, Stein um Stein, die Schule wird bald fertig sein.“ Weitere Strophen folgen dann bei großen Einweihungsfeier nächsten Sommer. Während der Haussegnung erzählte Pfarrer Schönauer, dass er schon seit 13 Jahren hier in der Schule ist und bisher noch keinen Schritt weitergekommen ist: „Ich bin immer noch in der 3. Klasse“. Wenn in einer Schule ein gutes Klima herrschen soll, mögen alle Freude und Erfolg in dieser Schule haben. Auch Pfarrerin Eilert unterrichte bis zum letzten Schuljahr die Drittklässler. Sie vergleicht das neue weite und luftige Schulgebäude mit einem Gewächshaus, in dem die Kinder gedeihen und erblühen können. „Damit in diesem Haus etwas wachsen kann müssen wir uns bewusst machen, dass ihr die geliebten Kinder Gottes sind.“ Pflanzen brauchen Dünger, Menschen brauchen Aussichten, so die Pfarrerin. Herzliches Erbarmen, Demut, Freundlichkeit Sanftmut und Geduld soll das Haus erfüllen, in dem „ein Schulkind auch mal schreien darf, aber wir dürfen uns nicht anschreien“.

Meistgelesene Artikel

Auftakt der Feierlichkeiten zum 1275. Geburtstags Tutzings

Tutzing – Zu ganz besonderen Anlässen kann die Gemeinde Tutzing die ansonsten verpachtete Kustermann-Villa für eigene Veranstaltungen nutzen - und so …
Auftakt der Feierlichkeiten zum 1275. Geburtstags Tutzings

Zwischen Zukunft und Vergangenheit

Gilching – Die Gemeinde Gilching gehört zu den Gemeinden im Landkreis Starnberg, die kontinuierlich wächst und zudem Standort international tätiger …
Zwischen Zukunft und Vergangenheit

Vor dem Spaß wurde aufgeräumt

Weßling – Wenn die Temperaturen in den Minusbereich rutschen, bricht bei so manch einem Weßlinger nervöse Vorfreude aus. Dann bringt er oder sie …
Vor dem Spaß wurde aufgeräumt

Kommentare