Molkereien werden nicht beliefert

Starnberg/Maising – Keine Milchauslieferung mehr: Am vergangenen Freitag war Josef Kaspar junior aus Maising einer der ersten, die keine Milch mehr an die Molkerei ausgeliefert haben. Er verwendet die Milch seiner rund 60 Kühe nun als Futtermittel oder verarbeitet sie als Kompost.

Mit der Aktion zeigt sich der Starnberger Kreisverband des Bunds Deutscher Milchviehhalter (BDM) solidarisch mit den Milchbauern in Frankreich. Die französischen Landwirte haben einen Lieferstopp vereinbart, um gegen die niedrigen Milchpreise zu protestieren. Nachdem sich die EU-Agrarminister in der vergangenen Woche gegen ihre Vorschläge zur Milchmarktreform beziehungsweise Flexibilisierung der Milchmengensteuerung ausgesprochen haben, sahen sich die Franzosen dazu gezwungen. Wie viele Landwirte hier der von der BDM empfohlenen „Zeichensetzung“ folgen, ist noch unklar. Einen Boykott darf der Verband im übrigen aus rechtlichen Gründen nicht ausrufen. Das verbietet ein Gerichtsbeschluss. Die Solidaritätsaktion für die französischen Landwirte läuft europaweit. Der ursprünglich geplante Traktor-Korso wie in anderen bayerischen Landkreisen fand im Landkreis Starnberg nicht statt, um den Verkehr nicht zu behindern und die Verbraucher nicht zu überbeanspruchen. Damit die Landwirte über die Aktion immer auf dem Laufenden sind, richtet der BDM nun Stammtische ein. Laut dem BDM-Vorsitzenden Michael Friedinger gibt es im Landkreis Starnberg 140 Milchbauern – davon sind 95 Landwirte Mitglied im Verband.

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