Wie hat Sisi gelebt?

Geschichte zum Anfassen

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Präsentierten den neuen Museumskoffer „Sisi Mobil“: (v.l.) Museumsleiterin Rosemarie Mann-Stein, Bürgermeister Rainer Schnitzler, Projektleiterin Roswitha Wenzl mit den beiden ehemaligen Lehrerinnen Regina Schauder und Marlis Schöllkopf sowie Kulturreferent Albert Luppart.

Possenhofen – Heimatgeschichte aus dem Koffer zum Anfassen und Ausschneiden: Mit dem Museums- und Bildungskoffer „Sisi mobil“ kommt das Museum Kaiserin Elisabeth in Possenhofen ab sofort auch zu den Grundschulkindern im Landkreis.

Gut eineinhalb Jahren nach der ersten Idee, ist der Sisi-Koffer nun einsatzbereit und kann von Lehrern ausgeliehen werden, um im Rahmen des Heimatkunde- und Sachunterrichts spielerisch allen Dritt- und Viertklässlern das Leben Sisis, der späteren Kaiserin Elisabeth von Österreich, auf lebendige Weise näher zu bringen. Kürzlich kamen die ersten Lehrkräfte zur Fortbildung - die vom Schulamt als Weiterbildungsmaßnahme anerkannt ist. Rund 1.000 Kinder besuchen laut Musumsleiterin Rosemarie Mann-Stein pro Saison das Museum Kaiserin Elisabeth im Bahnhof Possenhofen. Die meisten stammen dabei aus den Seegemeinden. „Mit dem Museumskoffer möchten wir diese Zielgruppe nun ausweiten und allen Kindern im Landkreis einen Bezug zur Heimat und zum Landkreis ermöglichen“, so Mann-Stein. Das Museum sieht sich als Bildungspartner für die Schulen und hat hat den Bildungsauftrag auch in seiner Vereinssatzung festgeschrieben. Im Hinblick auf die Flüchtlinge sieht die Museumsleiterin den Museumskoffer als wichtigen Beitrag zur Integration. „Eine tolle Idee“ lobten Pöckings Bürgermeister Rainer Schnitzler und sein Vize Albert Luppart die neue Bildungsinitiative der Museumsleitung und ihres engagierten Teams. Die beiden sind begeistert, dass mit der „Kaiserin zum Anfassen“ nun Heimatgeschichte besonders lebendig vermittelt werden kann. Schließlich hat die spätere Kaiserin von Österreich und Königin von Ungarn ihre Kindheit in Possenhofen verbracht. Selbst Vater von vier Kindern freute sich der Rathauschef, dass auch seine eigenen Kinder nun in den Genuss einer solchen Vorbereitung durch den Museumskoffer kommen können. Für Vizebürgermeister und Kulturreferent Albert Luppart ist es ein wichtiger Aspekt, dass mit dem Sisi-Mobil in Zukunft auch Kinder einen Zugang zur kulturellen Teilhabe bekommen, die sonst vielleicht nicht in ein Museum gehen würden und nicht die Möglichkeit haben, sich so direkt mit dem Erbe und der Geschichte des Landkreises auseinanderzusetzen. Den Inhalt des Museumskoffer hat Projektleiterin Roswitha Wenzel, die früher als Kinderbeauftragte in Stuttgart gearbeitet hat, mit den beiden ehemaligen Lehrerinnen Marlis Schöllkopf und Regina Schauder zusammengestellt. „Da im Museum kein Platz für Mitmach-Räume ist, mussten wir uns etwas einfallen lassen, um die Kinder nicht nur gedanklich, sondern auch sinnlich an das Thema heranzuführen“, so Wenzl. Mit vielfältigen Materialien, Bastelvorlagen und Spielelementen, Texten, Suchspielen sowie Sisi-Anziehpuppen lernen Kinder „Elisabeths Kindheit in München“ kennen - erfahren, wie die Adelssprösslinge im 19. Jahrhundert erzogen wurden oder wie Elisabeths Kindheit und Jugend in Possenhofen aussah. Für eine intensivere Auseinandersetzung mit den Themen beispielsweise im Rahmen eines Aufenthalts in der Jugendherberge Possenhofen eignet sich ein spezieller „Sisi mobil“-Koffer, der Echthaarperücken, Hüten, Stoffe und Fächer enthält und sich so für Schauspiel eignet. Die Kosten für das Bildungskoffer-Projekt belaufen sich auf 10.000 Euro - 4.000 Euro Förderung kamen von der Landesstelle für nichtstaatliche Museen in Bayern. aj

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