MVV-Nutzer parken kostenlos

Bürgermeister Christian Schiller schneidet im Beisein von Gemeinderäten, Planern und Verwaltungsmitarbeitern das Band für die neue Park-and-Ride-Anlage durch. Foto: Kirner

Der erste Bauabschnitt der Park-and-Ride-Anlage an der Ladestraße in Herrsching ist eröffnet. Das 590.000 Euro teure Teilprojekt umfasst 117 Parkplätze. Nach der geplanten Fertigstellung in spätestens zwei Jahren sollen Parkplätze für 181 Fahrzeuge zur Verfügung stehen.

Sichtlich erleichtert gab Bürgermeister Christian Schiller den ersten Teil der Parkanlage am S-Bahnhof Herrsching zur Nutzung frei. Nach sieben Jahren heftiger Diskussionen scheint das Parkproblem am Herrschinger Bahnhof nun gelöst. Ab sofort können MVV-Kunden ihr Fahrzeug kostenlos abstellen. Wie berichtet, wurde das ursprünglich geplante, jedoch umstrittene Parkhaus, durch einen Bürgerentscheid ausgehebelt. Das Ratsgremium gab letztendlich einer ebenerdigen Park-and-Ride-Anlage den Vorzug. Was positiv zur Folge hat, dass Dreiviertel der Bau-Kosten in Höhe von vier Millionen Euro eingespart werden konnten. „Dabei haben wir gar nicht so viel an Parkmöglichkeiten eingebüßt“, freute sich Schiller. Im Parkhaus waren 200 Stellplätze geplant, die P+R-Anlage zählt immerhin nach Fertigstellung 181 Parkplätze. Auch die Folgekosten liegen weit unter dem, was das Parkhaus durch Wartung gekostet hätte. Dennoch scheinen 590.000 Euro Baukosten alleine für den ersten Bauabschnitt relativ hoch. „Richtig teuer kam aber das, was man nicht sieht“, er- klärte Planerin Claudia Schreiber. Unter anderem für eine neue Entwässerungsanlage, für 17 Mehlbeer-Bäume als Ersatz für die 15 gefällten Ahornbäume, für die Parkscheinautomaten und die Beleuchtung. Hinzu kommen die Pflasterung und L-Steine, die die höher gesetzte Parkfläche stabilisieren. In Planung ist außerdem eine Begrünung, unter anderem durch eine Blumenwiese. Insgesamt sind für die Anlage inklusive Bauabschnitt II rund eine Million Euro Baukosten veranschlagt. „Rund 60 Prozent der Baukosten sind durch öffentlich Fördergelder gedeckt“, betonte Schiller. Er geht davon aus, dass bis spätestens 2012/2013 die gesamte Anlage betriebsbereit ist. Noch muss der linke und direkt an den Bahngleisen gelegene Grundstücksstreifen als Zufahrt und Parkmöglichkeit für Baufahrzeuge der Bahn frei gehalten werden. Anlass ist das Versprechen der Bahn, den Bahnhof schnellstmöglich barrierefrei auszubauen und zudem einen Geh- und Radweg anzulegen. „Jetzt ist die Bahn am Zug. Wir hoffen, dass es nun endlich etwas weiter geht“, sagte Schiller. Im Zuge der Umbauarbeiten wird dann auch die Fußgänger-Unterführung in Richtung Bahnschranke verlegt. Das Areal rund um das Bahnhofsgebäude jedoch soll oberirdisch zu einem attraktiven Treffpunkt umgestaltet werden. Für Verwirrung sorgte die Parkregelung. Von Montag bis Freitag von 4 bis 16 Uhr nämlich steht die Anlage aus- schließlich und gebührenfrei für Fahrgäste öffentlicher Verkehrsmittel wie Bahn und Bus zur Verfügung. Zu anderen Zeiten ist das Parken auch Nutzern gestattet, die nicht Fahrgast öffentlicher Verkehrsmittel sind. Sie jedoch müssen entsprechend Parkgebühren bezahlen. Die Höchstparkdauer wurde auf 22 Stunden festgelegt. Bei Verstößen werden Vertragsstrafen in Höhe von 30 Euro erhoben. „Es gibt immer wieder mal Stichproben“, betonte Schiller. „Ich denke aber, nach einer gewissen Übergangszeit funktioniert es reibungslos.“

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