Neue digitale Sendeanlage auf dem Söckinger Alersberg geplant

Am Wasserhochbehälter auf dem Söckinger Alersberg wird ein neuer Funkmast gebaut – der alte wird abgebaut. Mit der Errichtung der neuen digitalen Sendeanlage soll gewährleistet werden, dass Rettungsdienste sowie der Katastrophenschutzes, die mit digitalem Funk ausgestattet werden, überall Empfang haben und alarmiert werden können - über das gesamte Stadtgebiet. Außerdem hofft die Stadt, dass auch Mobilfunkbetreiber den Masten nutzen – und in Folge kleinere Anlagen innerhalb des Ortes abbauen. Gegen die Stimme von Klaus Rieskamp (WPS) stimmte der Starnberger Hauptausschuss der Errichtung zu.

Ihm war der Standort des neuen Funkmasten mit rund 70 Metern Abstand zur nächsten Wohnbebauung „zu dicht“ dran. Rieskamp forderte deswegen eine Verlegung auf das nahe liegende Plateau: „Das wären dann wenigstens 250 Meter Abstand zur ersten Bebauung“, konstatierte er. Doch ein von ihm entsprechend gestellter Prüfungsantrag wurde mit 3:10 Stimmen abgelehnt. Begründung: Erstens sind die Flächen nicht im städtischen Besitz. Außerdem ist der Alersberg laut der Fachleute der ideale Standort. Dank seiner Höhe würde die Strahlung quasi über die tief liegende Bebauung hinweg gehen. Einen weiter weg liegenden Standort für den Masten beurteilten die Experten auch als „nicht mehr interessant für die Mobilfunkbetreiber“, weil die Versorgung nicht mehr optimal gewährleistet wäre. Folge: Die Stadt bekommt die bestehenden Anlagen aus dem Ort nicht weg. Laut Umweltsachbearbeiter Thomas Bachmann hat der Mobilfunkbetreiber 02 bereits schriftlich zugesagt, den neuen Masten nutzen zu wollen. Bereits 2005 hatte Starnberg von der Fachfirma e-norm Positiv-Standorte suchen lassen – an denen Mobilfunkanlagen verträglich sind und deshalb die Wohngebiete nicht belasten. Der neue Funkmast mit Technikcontainer ist direkt (rund 20 Meter) neben dem bestehenden Masten geplant. Die Masthöhe wird auf das erforderliche Maß beschränkt, was heißt, dass er nur „maximal fünf Meter über den höchsten Baumkronen“ hinausragen darf. Nach Inbetriebnahme wird das Analogfunknetz komplett eingestellt und der alte Mast vollständig zurückgebaut.

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