Neue Direktorin des Starnberger Amtsgerichts eingeführt

In feierlichem Rahmen ist die neue Direktorin des Amtsgerichts, Sibylle Fey, jüngst in ihr Amt eingeführt worden. Die 49-jährige Fey tritt die Nachfolge von Rolf Werlitz an, der von 1. April 2005 bis 31. Oktober 2009 an der Spitze der 70 Mitarbeiter zählenden Behörde gestanden war und nun in die Leitungsebene des Amtsgerichts München (über 1.300 Mitarbeiter) eintritt.

In Anwesenheit zahlreicher hoher Vertreter der bayerischen Justiz und etlicher Repräsentanten von Stadt und Kreisbehörde bezeichnete Fey, die über 14 Jahre lang am Oberlandesgericht München tätig und dort seit 2002 Pressesprecherin für Zivilsachen gewesen war, ihre neue Aufgabe als „Erfüllung des schon viele Jahre gehegten Wunsches, einmal ein Amtsgericht in der Umgebung Mün-chens zu leiten.“ Die auch für ihren Humor bekannte neue Amtsgerichtsdirektorin berichtete am Rande der Veranstaltung in der Schlossberghalle davon, dass sie als Zuständige für Betreuungsweisungen von „Condrobs“ Starnberg „bereits den ersten Bestechungsblumenstrauß“ erhalten habe. August Mehr begrüßte Fey namens der Starnberger Anwaltschaft mit einer launigen Rede voller historischer Bezüge, die bis hin zur „Sendlinger Mordweihnacht“ von 1705 reichten. Damals hatte auch ein früher Starnberger Vorgänger Feys eine Rolle gespielt: „Sollten Sie hier einmal ebenso in die Bredouille geraten, wir hauen Sie da raus!“, sagte Mehr konstruktive Zusammenarbeit zu. Dem aus München kommenden Rolf Werlitz wurde zum Abschied wiederum ein erstklassiges Zeugnis für sein Starnberger Wirken ausgestellt: Christian Schmidt-Sommerfeld, Präsident des Landgerichts, bescheinigte Werlitz, dieser habe seine Aufgaben effektiv und „ohne Chef-Allüren“ versehen. Karl Huber, Präsident des Bayerischen Verfassungsgerichtshofs, sagte, Werlitz habe das Amts-gericht „selbstsicher, gewandt und kompetent vertreten“, sei stets für seine Mitarbeiter und die Bürger ansprechbar gewesen. Dass er nunmehr die angeblich „schönste Stelle der bayerischen Justiz“ in Richtung Landeshauptstadt verlasse, erklärte Werlitz mit dem Reiz der neuen Aufgabe an einer „Riesen-Behörde“. Starnberg, daran besteht laut Karl Huber, kein Zweifel, sei auch ein „Karrieresprungbrett“.

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