Neuer Friedhofsteil im Gilchinger Ortsteil Argelsried eingeweiht

Bei klirrender Kälte wurde der neue Friedhofsteil im Gilchinger Ortsteil Argelsried eingeweiht. Neu gibt es künftig eine Baumbestattung und ein Urnenfeld. Die Kosten gab Bürgermeister Manfred Walter mit rund 830.000 Euro an.

Rund 100 Gäste ließen es sich trotz hoher Minustemperaturen nicht nehmen, bei der offiziellen Eröffnung des neuen Friedhofsteils mit dabei zu sein. „Neben den traditionellen Bestattungsformen wurden hier im neuen Teil weitere Bestattungsmöglichkeiten geschaffen“, sagte Bürgermeister Manfred Walter. Dazu gehören unter anderem die Baum- und Urnenbestattung, bei der die Grabpflege für Hinterbliebene entfällt. „Dies ist im Wandel der Familienstrukturen immer mehr von Nöten. Vor allem der Wunsch nach Urnenbestattungen nimmt zu“, betonte der Rathauschef. Insgesamt liegt der neue Friedhof bei St. Nikolaus zwischen Römerstraße und Münchner Straße auf einer Fläche von rund 8.000 Quadratmetern. Im traditionellen Teil der Reihenerdbestattung finden 964 Personen Platz. Dazu kommen eine Urnenwand für 336 Personen, ein Gemeinschaftsurnenfeld (451), 63 Bäume für die Baumbestattung (252) und ein anonymes Feld für 550 Verstorbene. Insgesamt ist Platz für 1.589 Personen. Statistik gesehen ergebe sich bei einer durchschnittlichen Sterberate von 115 Personen im Jahr eine Belegungsdauer von 22 Jahren, rechnete Walter vor. Die Baukosten gab er mit 83.0000 Euro an. Für die beiden Kirchen sprachen die evangelische Pfarrerin Dorothea Bezzel und Pfarrer Thomas Tauchert von St. Sebastian. Tauchert hatte zudem einen Spruch aus dem Johannes-Evangelium, Kapitel 12, Vers 25, für eine Bronze-Tafel ausgesucht. „Wer an seinem Leben hängt, verliert es. Wer aber sein Leben in dieser Welt gering achtet, wird es bewahren bis ins ewige Leben.“ Er wies außerdem darauf hin, dass der Friedhof eine Stätte der Erinnerung ist und die Verstorbenen nicht tot, sondern lediglich vorausgegangen sind. Nicht glücklich zeigte sich die evangelische Kollegin über die Möglichkeit der anonymen Bestattung. „Wir von der kirchlichen Seite stehen dem sehr kritisch gegenüber“, sagte sie.

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