Neuer Seewinkel eröffnet

Die Herrschinger haben ihren Seewinkel wieder zurück. Seit vergangenem Wochenende steht den Badefreunden und Sonnenhungrigen das begehrte Grundstück zwischen Kurpark und den ehemaligen Keramischen Werken wieder offen – mit neuem Kiosk und WC-Gebäude. Am Freitag erhielt der neue Wirt Fernando da Silva die Schlüssel für das „Strandbad Seewinkel“, wie das Gelände nun heißt.

Man fühlt sich eher nach St. Peter-Ording an der Nordsee versetzt, als an den ehemaligen verwachsenen Seewinkel mit seiner Strandbar, wenn man das Badegelände heute besucht. Der neue Kiosk sowie das separate zweite Gebäude für WC, Duschen und Umkleiden, zwei Flachbauten in Holzbauweise mit exakt angeordneten Fenstern und Türen, erinnern viel mehr an ein mondänes Seebad in Kleinformat. In Vertretung für den erkranken Christian Schiller überreichte Vize-Bürgermeister Hans Jürgen Böckelmann den symbolischen Schlüssel an Fernando da Silva, dem neuen Wirt und Pächter des Areals. Auch Böckelmann tat sich etwas schwer, „für viele ist das eine große Umstellung“, sagte er mit Blick auf all jene Besucher, die am liebsten alles beim Alten gelassen hätten. „Karibischen Flair“ versprach da Silva trotz der neuen Optik, so gab es zur Eröffnung Reggae-Musik von „White the Band“, und auch das neue Logo erinnert an Strandurlaub mit Wellen, Sonne und Eistüte. Für eine gelungene Auflockerung rund um die nüchternen Gebäude sorgen die Sitzgelegenheiten aus hellem Holz und die Loungemöbel vor dem Kiosk. An die unzähligen Entscheidungen des Gemeinderats, die er als Architekt dann bis zur nächsten Sitzung stets aufzubereiten hatte (und die dann meist wieder verworfen wurden), erinnerte Uwe König. „Vier Jahre hat es gedauert, bis wir Kiosk und Toiletten und Behinderten-WC heute einweihen können“, sagte er vor den beteiligten Firmen, den Rathaus-Mitarbeitern, Vertretern aus dem Gemeinderat und einer Handvoll Zaungäste. Und die Erleichterung, dass die kontroversen Debatten endgültig der Vergangenheit angehören, war König anzusehen. Enttäuscht zeigten sich Vertreter der „Freunde des Seewinkels“, die etwas abseits die Eröffnung mitverfolgten, über den Charakter der Neubauten. Mit dem Versprechen, das Gelände möglichst ursprünglich zu erhalten, habe das Ergebnis nichts zu tun. „Der offene Charakter ist zu kurz gekommen“, sagte Christine Metsch, die Sprecherin der Initiative. Der Wunsch nach einem „aufgeräumten Kiosk“, mit reinem Ausgabefenster, sei wohl größer gewesen als ein Stehbereich an der Theke, die ein „lockeres Miteinander“ ermöglicht hätte. „Unsere Hoffnung liegt jetzt ganz auf dem Pächter“, so Metsch weiter, dem die Seewinkel-Freunde ein gutes Händchen wünschen, „um die Bausünden auszugleichen“.

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