Neues Gesicht mit viel grün

Nach langem Hin und Her bekommt der Planegger Marktplatz nun doch ein neues Gesicht. Im Technischen Ausschuss einigte man sich jüngst auf die Pläne des Münchner Landschaftsarchitekten Markus Roos. Der gibt dem maroden, grauen Platz mit neuen Pflanztrögen, Baum- und Strauchwerk sowie neuen Bänken und einer ebenfalls neuen Raumordnung eine lebendigere Optik. Inklusive Umbauten und Verschönerungen an der Tiefgaragenzufahrt wird die Kommune zwischen 277.000 und 377.000 Euro ausgeben.

Bürgermeisterin Annemarie Detsch leitete den Tagesordnungspunkt mit den Worten ein, es sei mehr als nötig, endlich zu einer Lösung für diesen „verfallen und sehr verkommen“ Platz zu kommen. Zur Vorgeschichte: Schon seit Jahren beschäftigt sich der Gemeinderat mit allerlei Plänen zur Verschönerung des etwas versteckten Markplatzes an der Bahnhofstraße. Zuletzt sollte dort gar ein Pavillon entstehen, was vom Gemeinderat aber wieder gekippt wurde. Der Technische Ausschuss stellte schließlich im Juli jegliche Überplanung des Platzes ein und beauftragte den Landschaftsarchitekten Markus Ross, lediglich eine optische Umgestaltung vorzunehmen. Entsprechend den Vorgaben erhält der Platz neue (Vandalismus sichere) Sitzbänke, neue Pflanztröge mit – ebenfalls – neuer Bepflanzung (Schnurbäume in den Trögen und Gleditschie in den Grünflächen) sowie moderne Lampen, die für ein harmonisches Licht sorgen. Im Bereich der Tiefgarage wird das Geländer an der Zufahrt erneuert, ebenso entlang den Abgängen, die wiederum eine neue Überdachung erhält. Außerdem gibt es neue Fahrradständer, die so konzipiert sind, dass sie von den Radlern auch angenommen werden. Für Diskussion sorgte die Aufteilung der Pflanzkübel und der Bänke auf dem Marktplatz, die von Roos eher aus raumgestalterischen Gesichtspunkten vorgenommen wurde. Einstimmigkeit herrschte darüber, entlang des Wasserbassin den Bereich der Wiese zu vergrößern und dort auch mehr Bänke zu platzieren. Michael Book (CSU) wünscht sich vor allem eine Aufwertung der Einkaufszeilen. „Pflanztröge mit Bäumen sind dort eher schwierig“, stellte er fest. Für eine schlichte Holzbank anstatt der geplanten Edelstahl-Laminat-Ausführung sprach sich Herbert Stepp (Grüne Gruppe 21) aus. Und Alfred Pfeiffer (SPD) verlangte gleich noch einen neuen Bodenbelang „auf dem die Frauen mit ihren Stöckelschuhen besser gehen können“. Einen entsprechenden Antrag zur Ermittlung der Kosten formulierte wenig später seine Parteifreundin Monika Schulz, der mit sechs zu vier Stimmen auch angenommen wurde. „Das ist ein guter Anfang“, lobte denn auch Dritter Bürgermeister Hermann Nafziger (CSU) die Ausarbeitung Roos’ und forderte das Gremium auf, mit entsprechendem Votum die Pläne auf den Weg zu bringen „Es muss wirklich was getan werden.“ Dagegen begründete Fritz Haugg (FDP), warum er alle Vorschläge grundlegend ablehnet: „Das ist kein gemütlicher Platz mit Aufenthaltsqualität.“ Vor allem die „futuristischen Pflanzkübel“ und die sperrigen Bänke monierte er, „das ist ein unerträglicher Aufwand“. Die Mehrheit sah das anders und stimmte der Umgestaltung mit kleinen Änderungen wie der Erweiterung des Rasens nach Südosten gegen Hauggs Votum zu. Als nächstes werden die Anwohner nun über die Änderungen informiert.

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