"Obstkisterl" für die "Früchtchen"

Feierten die Einweihung der neuen Kinderkrippe in Gilching: (v.l.) Bürgermeister Manfred Walter, Landrat Karl Roth, Architekt Achim Füllemann und das BIV-Betreuungsteam. Foto: Polster

Mit einem gelben Bobby-Car unterm Arm besuchte Landrat Karl Roth am Samstag die neue Kinderkrippe in Gilching. Begeistert vom gelungenen Bau wünschte er bei der Einweihung des modernen Gebäudes den Eltern und Betreuern viel Spaß mit dem Nachwuchs.  

Angrenzend an den von Eltern vor vier Jahrzehnten gegründeten BIV-Kindergarten entstand innerhalb von nur einem Jahr eine Kinderkrippe für 36 Buben und Mädchen unter drei Jahren. Bürgermeister Manfred Walter dankte den Eltern und den Erziehern, die Trägerschaft nun auch für die Krippe übernommen zu haben. „Trotz aller anfänglichen Schwierigkeiten und der zu erwartenden Mehrarbeit wurde sofort Ja gesagt.“ Ein Dank ging auch an die Baubehörde im Landratsamt, die das Projekt von Anfang an aktiv mit unterstützt hat. „Wir brauchten eine schnelle Baugenehmigung, denn die Eltern standen mit ihren Kindern bereits vor der Türe.“ Allerdings sei der Bedarf noch lange nicht gedeckt, bedauerte Walter. „Es wäre schön gewesen, dies sagen zu können. Bei den Anmeldungen aber haben wir gesehen, dass der Bau neuer Einrichtungen weiterhin ein Thema in Gilching bleibt.“ Unter anderem liege dies an dem starken Zuzug. „Es ziehen jährlich zwischen 50 und 60 Kinder neu nach Gilching. Wir hinken also ständig hinterher.“ Wie angekündigt, fand am gestrigen Dienstag in direkter Nachbarschaft zum Abenteuerspielplatz der Spatenstich für das neue Kinderhaus mit Platz für je zwei Kindergarten- und Kinderkrippengruppen und ein Hortgruppe statt (Bericht folgt). Kritik übte Walter an der Bundesregierung, „die einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz geschaffen hat, den die Kommunen bedienen müssen. Leider wissen wir oft nicht, wie wir dem gerecht werden sollten. Ich kann die Eltern verstehen, wenn sie unzufrieden sind, weil sie noch keinen Platz bekommen haben. Wir tun aber alles, um die Quote zu erfüllen.“ Walter versicherte, dass auch weiterhin die Betreuung von Kindern und Jugendlichen Priorität in Gilching hat. „Das Geld, das wir da investieren, ist eine Investition in die Zukunft.“ Landrat Karl Roth gratulierte zum gelungenen Bau, der mittlerweile von den Eltern wegen seiner Holzstäbe den Spitznamen „Obstkisterl“ erhalten hat. „Auch der Landkreis freut sich, wenn so etwas schönes entsteht. Durch den Verbau von viel Holz herrscht auch ein sehr angenehmer Geruch. Da ist garantiert, dass sich die Kinder wohl fühlen.“ Über die Entstehungsgeschichte und die Bauphasen informierte Architekt Achim Füllemann. Unter anderem wurden für das 650 Quadratmeter großen Gebäude mit Fotovoltaikanlage 230 Kubikmeter Holz verbaut. Beteiligt waren insgesamt 33 Firmen. Füllemann: „Wenn die Eltern sagen, es sehe aus wie ein Obstkisterl, dann werden aus den Kinder künftig die Früchtchen.“ 

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