"Ortsgruppe steht gut da"

Für ihr langjähriges Engagement wurden Mitglieder der Wasserwacht Tutzing ausgezeichnet.  Foto: Jaksch

„Die Ortsgruppe Tutzing der Wasserwacht steht gut da“, lautete das allgemeine Fazit zur Jahresmitgliederversammlung 2011 – bis hin zu den Vertretern der Kreiswasserwacht des BRK Starnberg. Für das Berichtsjahr 2010 war es daher nur logisch, dass der Kreisvorsitzende Markus Schmölz die fälligen Ehrungen vornahm, darunter die des seit 35 Jahren in ehrenamtlichen Dienst stehenden 1. Vorsitzenden, Michael Wrase und die für Otto Mühlbauer, der schon seit stolzen 45 Jahren für die Wasserwachtler aktiv ist.

Da es heuer auch das hundertjährige Bestehen des Kreisverbandes zu würdigen gilt, freut man sich über die Zuverlässigkeit der 34 Mitglieder der Tutzinger Ortsgruppe auch auf „höherer Ebene“: Vorsitzender Wrase und sein technischer Leiter Manfred Eisele konnten für 2010 von insgesamt 3.767 Einsatzstunden ihrer Ehrenamtlichen berichten: „Wenn man den durchschnittlichen Stundenlohn eines Beamten zu Grunde legt, dann entspricht dies einem Gegenwert von 75.340 Euro“, so Eisele. Das Einsatzprofil sah dabei wie folgt aus: eine Vermisstensuche, zwei Lebendrettungen, drei Surfer in Not, 19 Segler in Not, vier Sportbootbergungen, 26 Taucheinsätze (Bojen- und Kettenverankerungen), zwölf Sachbergungen, 13 Alarmierungen der Schnelleinsatzgruppe (SEG), sieben sonstige Einsätze. Hinzu kamen 2.399 Wachstunden, 1.190 Stunden an Ausbil-dung, 16 Einsätz als „Hlefer vor Ort“ und 150 Stunden für die (finanzielle) „Mitteleschaffung“. Für alle dieses Engagement dankte Wrase den Beteiligten in seinem Bericht, ebenso für das beträchtliche Spendenaufkommen der Förderer und die Unterstützung durch die Gemeinde: Die stellt den Wasserwachtlern etwa das Südbad und die Rotkreuz-Alm zur praktischen Ausbildung zur Verfügung und gibt Jahr für Jahr auch einen Bar-Betrag (2010 insgesamt 2.400 Euro). Die beiden Boote der Wasserwacht Tutzing, die „Phoenix“ und die „Happy End“, waren im Vorjahr 16,7 beziehungsweise 7,1 Stunden unterwegs – bei 46 Einsätzen. Technisch aufgerüstet hatte man 2010 beim Eisrettungsschlitten (der sogleich auf dem zugefrorenen Wörthsee erprobt wurde), am stark von Hochwasser bedrängten Wasserwacht-Haus hatte man gleichfalls jede Menge zu tun, um dauerhafte Schäden zu vermeiden. Lehrgänge und Kurse zum „Führen im Einsatz“ beanspruchten weitere ehrenamtliche Bereitschaft, weswegen Michael Wrase auch den „Familienangehörigen und Arbeitgebern“ dankte, die die mit ermöglichten. Evi Wrase konnte als Kassierin wieder mal mit einem Gesamt-Plus auf-warten: Bei 17.923 Euro an Einnahmen und 14.872 Euro an Ausgaben ergab sich ein Positiv-Saldo von 3.051 Euro , zu denen noch am Abend der Mitgliederversammlung 250 Euro Spenden und 500 ursprünglich anderweitig verbuchte Euro hinzu kamen. Jugendleiterin Magdalena Siebert rundete das gute Bild der Tutzinger Wasserwachtler mit ihrem Bericht ab: Von 743,5 „Wachstunden und Training“ der 18 Jugend-Mitglieder galt es zu berichten - 2009 waren es noch 500 gewesen. „Wir wollen das regelmäßige Training heuer noch intensivieren“, kündigte Siebert an.

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