Rathaus Gilching

Glückliche Gastgeber

+

Gilching – War es das schöne Herbstwetter oder überwog doch die Neugier, einen Blick ins neue Rathaus in Gilching zu werfen. Überraschend für die Veranstalter waren es am Sonntag mehrere tausend Menschen, die sich anlässlich des Tags der offenen Tür ausgiebig informierten. Nutznießer war der Kirchweihmarkt rund ums Rathaus, der zeitgleich stattfand.

Gastgeber war am Sonntag die Gemeinde Gilching, die für die Besucher nicht nur ein buntes Programm auf die Beine stellte, sondern auch für freie Verköstigung sorgte. Tilo Leister brachte es auf den Punkt. „Heute überwiegt die Freude. Es ist ein gelungener Tag mit Volksfestcharakter“, sagte Gilchings Finanzchef trotz beachtlicher Kosten. Dicht gedrängt stürmten die Besucher, darunter viele Familien mit Kindern, sämtliche Räume, aber auch die Büros der rund 50 Mitarbeiter. Diese wiederum wurden mit Fragen bombardiert, unter anderem zu diversen Bauvorhaben, wann was begonnen wird und wann mit der Fertigstellung zu rechnen ist. Schwerpunktthemen aber waren die Westumgehung und vorrangig die Sanierung des alten Bahnhofes. „Wir hoffen, dass mit der Sanierung und dem Umbau in einen Kulturtreff im März begonnen wird“, erklärte Maximilian Polz vom Hochbauamt. Aus der Nachbargemeinde Alling war Finanzreferent Hermann Dejako angereist. „Hoffentlich sind nicht allzu viele Allinger da. Ich befürchte nämlich, wenn die das neue Rathaus hier sehen, dann wollen sie auch eines. Dazu fehlt uns aber das Geld.“ Für Privatführungen durchs Gebäude stellte sich Bürgermeister Manfred Walter zur Verfügung. „Ich bin überwältigt von diesem großen Interesse von der ersten Sekunde an. Die Leute sind begeistert. Mir drängt sich schön langsam das Gefühl auf, dass kein Gilchinger zu Hause geblieben ist.“ Ohne Scheu wiederum nahm Ingrid Weismann auf dem Bürgermeisterstuhl Platz. „Sehr bürgerfreundlich, hell und dennoch funktionell ist das neue Rathaus. Das alte war ziemlich muffig“, stellte sie fest. Viel Lob zollten die Besucher aber auch den Außenanlangen, die zum Verweilen einluden. Zurück ins Jahr 1966 erinnerte sich Georg Metz. „Damals saß ich für die SPD unter Bürgermeister Johann Krammer im Gemeinderat“, erzählte der 82-Jährige. Auch er ließ es sich nicht nehmen, an Walters Schreibtisch Platz zu nehmen. „Von hier aus tät ich auch ganz gerne die Gemeinde Gilching regieren. Zeit ist es geworden, dass die Verwaltung aus dem ehemaligen Hitler-Heim ausgezogen ist.“ Wie berichtet, wurde das alte Rathaus unter den Nazis als Jugendheim genutzt. Jetzt soll es abgerissen werden. Spaß machte den Besucher ein Blick in den neuen Sitzungssaal und eine so genannte Stuhlprobe. „So, diese Stühle haben also so viel Geld gekostet? Naja, sitzen tut man ja bequem“, meinte ein Gast. Gleichzeitig lief ein Film von der Grundsteinlegung übers Richtfest bis hin zur Einweihung des neuen Rathauses. Großen Einsatz hatte die Freiwillige Feuerwehr. Während Florian Messmer die ängstlichen Fotografen mit der Feuerleiter auf 30 Meter Höhe hievte, warb Floriansjünger Linus Ullmann (13) um Nachwuchs: „Leider war bis jetzt nur ein Mädchen da, die zu unserem nächsten Übungsabend am Mittwoch kommen wird. Mir gefällt die Teamarbeit und die moderne Technik. Aber auch, dass man anderen Leuten helfen kann.“ pop

Meistgelesene Artikel

6. Musikferien am Starnberger See

Starnberg/Tutzing – „Wir wollen damit Kinder und Jugendliche ansprechen, für die Musik eine große Rolle spielt, aber nicht Profi werden wollen“, so …
6. Musikferien am Starnberger See

Grünes Licht für den ISEK

Starnberg – Im dritten Anlauf hat es geklappt. Der Starnberger Stadtrat hat Montagabend einstimmig grünes Licht für das Integrierte …
Grünes Licht für den ISEK

Kommentare