Rathaus wird aufgepeppt

Herrsching – Nach der jüngsten Haushaltsprognose steht fest: Herrsching wird sich so schnell kein neues Rathaus leisten können. Auch wird die Kommune nicht das Grundstück der Firma Heine Optotechnik an der Kientalstraße kaufen. Das hatte unlängst Gemeinderätin Mia Schmidt (parteilos) beantragt.

Wie berichtet, wird Heine seinen Firmensitz nach Gilching in das dortige Gewerbegebiet Süd verlegen. Das Unternehmen, das in Herrsching derzeit für über ein Drittel des Gewerbesteueraufkommens sorgt, hat am Ort keine Möglichkeiten, zu erweitern. Mia Schmidt hatte angeregt, den Erwerb des Grundstücks an der Kientalstraße für ein neues Rathaus zu prüfen. Ihrer Meinung nach läge die Adresse genauso zentral wie der heutige Verwaltungssitz an der Bahnhof-/Ecke Rieder Straße. Als einen Platzgewinn bezeichnete auch Bauamtsleiter Guido Finster das Heine-Gebäude, das in den vergangenen Jahren umfangreich saniert und modernisiert wurde. Dennoch müsste die Kommune viel Geld in die Hand nehmen, um das Anwesen entsprechend den Bedürfnissen der Verwaltung umzubauen. Viel zu teuer, winkte Gemeinde-Kämmerer Manfred Wörle ab. Aufgrund der eher trüben wirtschaftlichen Aussichten kann Herrsching nicht weitere Millionenbeträge ausgeben, befand auch Bürgermeister Christian Schiller. Zumal die Kommune gerade sehr viel in die beiden Feuerwehren am Ort für sichere und zeitgemäße Unterkünfte investiert habe (wir berichteten) und man den „ortsüblichen Preis“ bezahlen müsste. Schiller hofft außerdem auf neue Betriebe und warnte gleichzeitig vor einer Umwidmung von Gewerbeflächen. „Wir brauchen jeden Quadratmeter, um wieder Steuern in unsere Kasse zu bekommen“, sagte er. Das Gremium lehnte den Antrag von Mia Schmidt, die in der Sitzung fehlte, schließlich einstimmig ab. Dagegen votierte der Gemeinderat – ebenfalls – ohne Gegenstimme für eine rasche Ausarbeitung der Um- und Ausbaupläne durch Architektin Claudia Schreiber, um das Gebäude in punkto Hygiene und Brandschutz den gesetzlichen Vorschriften anzupassen. Was den Arbeitsplatzschutz betrifft, favorisiert der Gemeinderat einen Anbau. Zusätzlich wird auch die Auslagerung des Sitzungssaals in das Obergeschoß des neuen benachbarten Feuerwehrhauses untersucht. Auch diesem Vorschlag der Verwaltung folgte das Gremium einmütig.

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