Die Region im Mittelpunkt

Freuten sich über den Besucher der Bundesernährungsministerin Ilse Aigner (CSU) auf der Starnberger Innovationsmesse: (v.l.) Landrat Karl Roth, Bäcker-Innungsmeister Anton Lidl, Jutta Köhler von der Solidargemeinschaft „Starnberger Land“ und Wilhelm Boneberger (stellvertr. Obermeister der Bäcker-Innung). Foto: Jaksch

Neuer Rekord: Am vergangenen Wochenende präsentierten sich 77 Aussteller auf der Starnberger Innovationsmesse - so viele wie nie zuvor. Auch die Besucherzahl ließ nichts zu wünschen übrig. An beiden Tagen war das Landratsamt zum Bersten voll.

Bereits zum Start der zweitägigen Messe am Freitag vormittag drängten sich rund 400 Schüler in den drei „Messehallen“ und knüpften Kontakte mit den Unternehmern. Die sind fast alle auf der Suche nach Nachwuchs. Denn auch im Fünf-Seen-Land macht sich der wachsende Mangel an Fachkräften bemerkbar. Die neu von der VR-Bank und Regionalmanagerin Verena Papke organisierte Stellenbörse auf der InnoSta soll hier Abhilfe schaffen. An großen Stellwänden hingen unzählige Stellenangebote sowie Ausbildungs- und Praktikumsplätze für Schulabgänger. Die Auswahl war vielfältig und reichte von einem Praktikum bei der „Mobilen Raketenbasis“ bis zur Ausbildung als Elektroniker. Im Mittelpunkt der zweitägigen Messe stand dieses Mal die Region. Als Diskussionsgast war Bundesernährungsministerin Ilse Aigner (CSU) am Samstag zu Gast, um mit Produzenten aus dem Fünf-Seen-Land über den Imagegewinn regionaler Produkte zu diskutieren. Kurz unterbrochen wurde die Veranstaltung von Protesten von Mitgliedern der Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. Die waren anlässlich des Besuches der Ministerin in Starnberg extra aus Baden-Würtemberg angereist und forderten auf Transparenten ein Wildtier-Verbot für Zirkusse und Zoos. Doch ihre „Protestkundgebung“ fand kein Gehör - keiner der Diskussionsteilnehmer ging darauf ein und die Demonstranten wurden schnell wieder hinausgeführt. Danach machte die Bundeslandwirtschaftsministerin deutlich, wie schwierig die Abgrenzung des Begriffs „regional“ ist. Ihr Ministerium arbeitet gerade an der besonderen Kennzeichnung für Produkte aus der Region. Dabei bewies sie allerdings bei der Wahl der Beispiele kein glückliches Händchen und sorgte für Irritationen bei den Diskussionsteilnehmern wie Johannes von Perger von Perger-Säften, Barbara Scheitz von der Molkerei Scheitz oder Metzgerinnungsmeister Oliver Lutz. „Wann ist ein Erzeugnis regional? Ist es das nur bei 100 Prozent Anteilen oder schon bei 90 Prozent?“, stellte Aigner in den Raum. Sie appellierte: „Das was drauf steht, muss auch drin sein“ - und bezweifelte, dass die in Joghurten der Andechser Molkerei enthaltenen Mangos in Starnberg wachsen - oder der Possenhofener Schlossschinken wirklich aus einem in Possenhofen aufgewachsenen Schwein besteht. Bei der Perger-Säften bemängelte sie, dass in dem als alkoholfrei gekennzeichneten Saft Restalkohol enthalten ist. Sagte es - und machte sich gemeinsam mit Landrat Karl Roth, gfw-Geschäftsführer Christoph Winkelkötter und ihren Body-Guards auf den Rundgang durch die Messestände.

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