Richtfest

Dem Zuzug gerecht werden

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Gilching – Auch wenn zu jedem Richtfest viele Ehrengäste kommen, es bleibt ein Fest der Handwerker, die vom Bauherrn verköstigt und für ihre gute Arbeit gelobt werden. So hielt es auch die Gemeinde Gilching, die jüngst das Richtfest für den Erweiterungsbau der James-Krüss-Grundschule feierte. Der Einzug ist für das Schuljahr 2017/2018 geplant.

Die James-Krüss-Grundschule ist eine der moderneren Schulen im Landkreis Starnberg und wurde vor elf Jahren in Betrieb genommen. Ursprünglich war 1998 zwar nur eine zweizügige Grundschule geplant. Angesichts der Geburtenzahlen und des zu erwartenden Zuzugs entschied der Gilchinger Gemeinderat, die Schule vorsorglich größer und dreizügig zu bauen. „Schon bald stellte sich heraus, dass trotz der großzügigen Planung die Klassenzimmer auf Dauer nicht ausreichen werden“, sagte Schulleiterin Karin Zauchner beim Richtfest. Die Notwendigkeit erkennend beschloss der Gemeinderat vor drei Jahren einen Erweiterungsbau mit acht neuen Klassenzimmern, zwei Gruppen- und einigen Nebenräumen. Höhepunkt eines jeden Richtfestes ist der Richtspruch. Dafür stieg Zimmerermeister Simon Schmid auf den Dachstuhl des einstöckigen Gebäudes. Von dort schmetterte er seine gereimten Strophen: „Die Feierstunde hat geschlagen, es ruht nun die geübte Hand. Nach harten arbeitsreichen Tagen, grüßt stolz der Richtbaum nun ins Land.“ Zur Seite stand ihm Firmenchef Johann Schlemmer von der gleichnamigen Holzbaufirma, der traditionell nach jedem Spruch seinem Meister den Wein einschenkte. Für die Gemeinde Gilching war dritter Bürgermeister Fritz Wauthier vertreten. Er lobte das Lehrerkollegium für seine Leidensfähigkeit, da die aufwändigen Bautätigkeiten oft störend für den Unterricht waren. Architekt Stefan Dinkel wiederum erklärte, dass ein Richtfest ein wichtiger Moment jeden Neubaus sei. „Es besteht dann erstmals die Möglichkeit, zu sehen, wie das Gebäude einmal werden wird.“ Während sich die rund 50 Handwerker und Ehrengäste den Schweinsbraten mit Kartoffelsalat und Bier vom Fass schmecken ließen, plauderte Zauchner aus dem Nähkästchen. „Auf was ich mich am meisten freue? Wir bekommen endlich unsere eigenen Lehrertoiletten und müssen uns nicht immer den Schlüssel von der Vhs holen, um deren Toiletten zu benutzen.“ Im Übrigen wies sie auf das optimale Umfeld der Schule mit Abenteuerspielplatz, neuem Innenhof und einem verkehrssicheren Radlweg hin. Derzeit gibt es in dem bestehenden Gebäude drei erste Klassen, vier zweite, vier dritte und drei vierte. Insgesamt sind es 320 Schüler, die von 27 Lehrern unterrichtet werden. Künftig kann die vierzügige Schule auf 16 Klassen je 28 Schüler aufgestockt werden. „Das werden wir brauchen, weil der Zuzug ungebrochen ist. Außerdem werden weitere Flüchtlingsfamilien mit Kindern erwartet. An was es mangelt, sind Grundschullehrer. Inzwischen werden diese aus dem Fränkischen zu uns versetzt“, betonte Zauchner. Die Kosten für den Erweiterungsbau liegen bei rund vier Millionen Euro.  pop

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