Rotstift wird angesetzt

Ernste Gesichter im Bauausschuss: Der Umbau der ehemaligen Edeka-Filiale am Marktplatz als neues Schulungsgebäude für die Volkshochschule (Vhs) wird um einige hunderttausend Euro mehr kosten als erwartet. Bei der Diskussion über ein Raumprogramm für die Vhs stellte sich heraus, dass die Gesamtkosten inklusive der Million für die Immobilie selbst, auf runde 2,2 Milionen Euro klettern werden. Architekt Jürgen Gollwitzer zeigte dem Bauausschuss einige Beipiele, wo der Rotstift angesetzt werden könnte.

Bei den ersten Überlegungen für die neuen Räume der Vhs im vergangenen Jahr ging die Kommune von rund 600.000 Euro Kosten für den Umbau aus. Doch bei der Planung für die notwendige und sinnvolle Gestaltung der überwiegend im Keller liegenden Räume stellte sich bald heraus, dass unterm Strich alles mehr kosten wird. Gollwitzer erläuterte den Gemeinderäten, wo seiner Meinung nach noch gespart werden könnte. Mit rund 12.000 Euro würde zum Beispiel der Verzicht auf eine Fußbodenheizung zu Buche schlagen. Auf die Lüftungsanlage, die allein rund 50.000 Euro kostet, kann dagegen nicht verzichtet werden. Die Fenster der Aufenthaltsräume in der Vhs müssen geschlossen bleiben, nicht nur aus Energiespargründen sondern auch, um Geräuschbelästigungen zu vermeiden. In den oberen Stockwerken befinden sich Privatwohungen. Die Anwohner stehen der neuen Nutzung der ehemaligen Edeka-Filiale ohnehin skeptisch gegenüber. Deshalb betonten die Planer auch nochmals ausdrücklich, dass alle Zwischentüren schallisoliert sein werden. Geplant sind unter anderem sieben Unterrichtsräume mit jeweils 30 bis 35 Quadratmetern, zwei Vortragsräume mit je 60 Quadratmetern, dazu Büro- und Verwaltungsräume sowie der Sanitärbereich. Im Zusammenhang mit möglichen Sparmaßnahmen soll geprüft werden, ob man sich auf einen eventuellen Teilausbau einiger Räume beschränken kann. Unter der Voraussetzung, dass das Landratsamt München zustimmt, sollen die Bauarbeiten noch in diesem Jahr beginnen. Im Wintersemester 2010 soll die Vhs dann mit dem Unterricht in den neuen Räumen beginnen. Bis dato muss die Gemeinde Planegg die Kosten für das Gesamtprojekt, zum Beispiel eine Million Euro für den Kauf der Immobilie, allein schultern, obwohl sämtliche Würmtalgemeinden Träger der Vhs sind. Die Volkshochschule selbst wird an die Gemeinde für die Nutzung nur eine geringe Gebühr bezahlen.

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