Schulverbund Mittelschule: Gilching fühlt sich übergangen

Das Gilchinger Ratsgremium fürchtet um den Bestand der Hauptschule. Zumal die Schülerzahl von einst 1.000 auf 194 gesunken ist. Nun wurde auch noch die Koordination des neuen Schulverbunds Mittelschule auf Herrsching übertragen.

   Noch sind die Kooperationsverträge nicht unterschrieben. Doch schon droht Ärger im neuen Schulverbund Gilching-Herrsching. In der jüngsten Ratssitzung in Gilching  empörte sich Schulleiterin Margarete Richter, dass die Regierung von Oberbayern Herrschings Schulleiter Florian Thurmair die Verbands-Koordination übertrug, ohne dass man sie in die Entscheidung mit einbezogen hat. Im Übrigen habe man ihr keine stichhaltigen Gründe genannt, wieso Herrsching mit derzeit 280 Hauptschülern den Vorzug bekommen hat. „Es hieß nur, die Stelle des Schulleiters von Herrsching wurde höher bewertet als die von Gilching. Ich denke aber, da ist viel hinter unserem Rücken gelaufen.“ Nicht alleine die Tatsache, dass Florian Thurmair künftig darüber entscheiden wird, wie viele Lehrerstunden wo und wie eingeteilt werden und grundsätzlich das letzte Wort in allen Schulentscheidungen haben wird, empörte Richter. „Es ist auch die Art und Weise, wie mit uns umgegangen wird“, kritisierte sie. Sie bat deshalb  die Gemeinde als Schulaufwandsträger, bei der Regierung von Oberbayern zu intervenieren und zu zeigen, dass man glei- chwertiger Partner ist und sich nicht alles gefallen lassen wird. Richter verwies nachdrücklich auf die Gefahr, dass mit der Entscheidung für Herrsching als größere Schule der Fortbestand der kleineren Hauptschule in Gilching auf wackligen Beinen steht. Befremdlich fand Richter, dass die Regierung von Oberbayern darauf hingewiesen hat, die die Schulaufwandsträgern erst nach Ende der Kooperationsverhandlungen darüber informiert werden sollten. „Das ist eine schwierige Situation“, gab Richard Schlammerl (CSU) zu bedenken. Denn Personalentscheidungen obliegen alleine der Schulbehörde und Gilching habe deshalb auch kein Mitspracherecht. „Wir sollten uns aber durchaus mit einer Stellungnahme zu Wort melden“, sagte Schlammerl. Bürgermeister Manfred Walter unterstützte den Wunsch Richters, ohne jedoch viel Aussicht auf Erfolg einzuräumen. Im Übrigen betonte er, dass die Kooperations-Verhandlungen bisher sehr positiv gelaufen sind und dass bisher auch innerhalb Beteiligten ein „sehr gutes Auskommen“ war. „Wir sollten aber mitteilen, dass Entscheidungen nur im Dialog getroffen werden können.“ Michael Rappenglück (SPD) warnte davor, den Ton zu verschärfen. Er regte an, zwar eine Stellungnahme abzugeben, der Ton jedoch soll freundlich bleiben. „Wir sollten einfach nur deutlich machen, dass sich Gilching als starker Partner künftig an der Koordination beteiligen will.“ Der Beschluss zu dieser Stellungnahme wurde einstimmig gefasst.

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