Sofortige Verschönerung gefordert

Über 1.400 Unterschriften für ein schöneres Bahnhof See-Ambiente 2012 übergaben: (v.l.) Thomas Ammerschläger, Günther Krawitz, Klaus Ferstl und Maximilian Ardelt an Bürgermei- ster Ferdinand Pfaffinger (3.v.l.). Foto: Jaksch

Die zweimonatige Unterschriftenaktion der Bürgerinitiative „Aktion See- und Bahnzugang 2012“ war ein voller Erfolg: Mehr als 1.400 Starnberger Bürger fordern die sofortige Verschönerung und Sanierung des gesamten Bereiches rund um den See bis zum 100-jährigen Stadtjubiläum im Jahr 2012. Die entsprechenden über 1.400 Unterschriften übergaben die Vertreter der BI jüngst Bürgermeister Ferdinand Pfaffinger.

„Die Starnberger wollen sich nicht länger einer Anbindung an ihren See schämen müssen, der ein Schandfleck der Stadt ist“, fasste Aktionssprecher Günther Krawitz die Beweggründe zusammen. Zur Verschönerung und Sanierung des gesamten Bahnhofsbereichs fordert die Bürgerinitiative ein Bündel an Maßnahmen, die laut Krawitz „überschaubar und bezahlbar“ sind. Insgesamt handelt es sich um fünf Punkte: Erstens sollen die hässlichen Bahnnebengebäude beseitigt werden sowie Werbeschilder und andere Sicht verstellende Objekte, damit der Panoramablick von der Stadt auf den See möglich wird. Außerdem fordert die BI, dass die Seepromenade – hier insbesondere die „Rumpelkammer“ am Seespitz - entrümpelt und dann neu gestaltet wird. Eine weitere Maßnahme ist laut BI die Sanierung und Verschönerung der Parkplätze und Grünanlagen bis zur Ludwigsstraße sowie die vom Stadtrat bereits beschlossene Verkürzung der Bahnunterführung am Undosa und die Renovierung und Verschönerung der Bahnhofsunterführung mit größeren Durchgangshöhen und -breiten inklusive großzügiger und behindertengerechter Rampen und Treppen. Gleichzeitig fordert die BI mit ihrer Unterschriftenaktion die Deutsche Bahn auf, baldmöglichst die zugesagten barrierefreien und behindertengerechten Zugänge zu den Bahnsteigen am Bahnhof See zu realisieren. Die Kosten für das von der BI geforderte Maßnahmen-Paket bezifferten die BI-Vertreter auf 3,5 bis vier Millionen Euro, „wobei etwa die Hälfte dieses Betrages die Übernahme der hierfür erforderlichen Bahngrundstücke betrifft“, so Krawitz. Ganz entscheidend sei, dass keine der Forderungen einer großen Seeanbindung einschließlich Gleisverlegung vorgreife oder sie gar verhindere. Da ist Bürgermeister Pfaffinger allerdings anderer Ansicht. Er wies auf den Widerspruch hin, den für ihn auch der jüngste Stadtratsentschluss beinhaltet: Einerseits soll die Bahn auf eigene Kosten den Bahnhof See barrierefrei um- sowie die Haupt-Unterführung selbst ausbauen – andererseits soll am Bahnvertrag von 1987 festgehalten werden, die eine Reduzierung auf drei Gleise vorsieht - und damit Flächen für die Stadt. Das berühre die Eckpunkte des Vertrages. „Wenn wir den Umbau nicht selbst leisten und trotzdem die Grundstücke haben wollen, müssen wir neu verhandeln“, so der Rathauschef. Sollte es sich im Laufe der mit der Bahn demnächst stattfindenden Verhandlungen ergeben, dass einige von der Aktion „See- und Bahnzugang 2012“ geforderten Maßnahmen umsetzbar sind, solle es ihm recht sein. Wirklich überzeugt war Pfaffinger allerdings nicht, ob dies so machbar sei. Doch für Maximilian Ardelt entstehe der Bahn aus dem Maßnahmen-Paket der Aktion „See- und Bahnzugang 2012“ kein Nachteil. „Nur das Geld für den barrierefreien Ausbau des Bahnhofs wäre bei einer Gleisreduzierung umsonst investiert gewesen“, so sein Fazit.

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