Sonderflughafen Oberpfaffenhofen

Notfallübung am Sonderflughafen

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Oberpfaffenhofen – Worst Case am Sonderflughafen Oberpfaffenhofen: Während Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt in ihren Containern wichtige Daten auswerteten, stürzten Triebswerks-Teile eines DO 328-Jet auf die Behelfslabors und setzten sie in Brand.

Zum Glück handelte es sich lediglich um eine Notfallübung, an der rund 100 Einsatzkräfte teilnahmen. Was tun im Ernstfall? Um für alle Eventualitäten gerüstet zu sein, fordert das Luftamt Süd im Turnus von zwei Jahren einen realistisch dargestellten Katastrophenfall. Pünktlich um 10.10 Uhr heulten im Umfeld des Sonderflughafens die Sirenen. Was war geschehen? Das Drehbuch sah vor, dass beim Landeanflug des DLR-Forschungsflugzeuges dieses mit der Landebahn kollidiert, wobei sich die Triebwerke selbstständig machten und sowohl auf herum stehende Container wie auf parkende Autos flogen. Ein Szenario, das sich niemand wünscht, jedoch durchaus Realität werden könnte. „Obwohl wir wussten, dass alles nur gespielt ist, sah der Unfallort schrecklich aus und ließ teilweise vergessen, dass es sich um eine Übung handelt“, sagte Thomas Warg, Pressesprecher der Edmo-Flughafenbetreibergesellschaft. Innerhalb weniger Minuten sei die Edmo-Berufsfeuerwehr vor Ort gewesen und leitete die ersten Rettungsmaßnahmen ein. Unterstützt wurde sie von der Polizei Herrsching, den Feuerwehren aus Gilching, Seefeld und Weßling und durch rund 45 Einsatzkräfte des Starnberger BRK. „Problematisch war es, die drei dicken Piloten, die durch Komparsen dargestellt wurden, aus dem Cockpit zu bekommen“, räumt Warg ein. Zumal einer der in Sicherheit gebrachten Piloten im Schockzustand wie wild um sich schlug, von der Bahre fiel und einen Sanitäter mitriss. Erschwerend kam bei den Rettungsarbeiten hinzu, dass zeitgleich außerhalb des Flughafengeländes ein echter Alarm ausgelöst wurde, und ein Teil der Freiwilligen Feuerwehr abgezogen werden musste. Was genau los war, wusste Warg nicht. „Insgesamt aber waren alle sehr zufrieden mit der perfekten Koordination. Eine detaillierte Analyse gibt es aber erst in ein paar Wochen.“ pop

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