Sorge um Kurparkschlösschen

Die alte und neue Vorsitzende des Kulturvereins Herrsching heißt Margit Metz. Sie wurde bei der Mitgliederversammlung der Kunstsinnigen und Kultschaffenden in der Ammerseegemeinde in ihrem Amt bestätigt. Zentrale Forderung des Vereins ist der Erhalt des Kurparkschlösschens für die Kultur. Um diesem Anliegen Nachdruck zu verleihen, haben die Mitglieder eine Initiative ins Leben gerufen.

In der jüngsten Gemeinderatssitzung sind Überlegungen öffentlich geworden, das Kurparkschlösschen am See eventuell zu vermieten. Dadurch, so hieß es im Gemeinderat, könne die Kommune einen Teil der teueren Kosten für die Brandschutzsanierung wieder herein holen, beziehungsweise generell aus dem historischen Anwesen Kapital schlagen. Für den Kulturverein kommt das überhaupt nicht in Frage. Das „Herrschinger Wahrzeichen“ solle „für alle ein ort für das kulturelle Leben bleiben“, schwor Margit Metz die Versammlung ein, Widerstand zu leisten. Eine Initiative unter Führung des ehemaligen CSU-Ortsvorsitzenden Gerhard Knülle wird gemeinsam mit Herrschinger Bürgern für den Verbleib des Kurparkschlösschens in öffentlicher Hand kämpfen. „Wir werden eine symbolische Partnerschaft für das Kurparkschlösschen übernehmen“, sagte Knülle. Der umtriebige Verein hat auch für dieses Jahr wieder einiges auf die Beine gestellt. Kaum ein Monat vergeht, ohne dass Metz und ihre Mitstreiter zu Lesungen, Ausstellungen, Musik und Kabarett laden. Derzeit läuft (bis 4. Juni) die Carl-Rabus-Ausstellung „Kunst gegen das Vergessen“ in der Finanzhochschule; ebenfalls ist an der Promenade die Ausstellung „Skulpturen im Park3“ zu sehen. Am morgigen Donnerstag, 14. Mai, erzählt Alexander Bergengrün aus dem Leben seines Vaters Werner Bergengrün. Ort ist der Veranstaltungssaal der VR Bank. Ein Höhepunkt wird im Juli das Promenadenfest sein, das der Kulturverein gemeinsam mit der Gemeinde anlässlich der Gründung der Keramischen Fabrik und Seepromenade vor 100 Jahren veranstaltet. Mittlerweile zählt man 58 Mitglieder, vier mehr als noch vor einem Jahr, wie Kassier Gerhard Regnath zur „positiven Bilanz“ von 8.000 Euro auf der Habenseite erläuterte. Die anschließenden Neuwahlen bestätigten Margit Metz in ihrem Amt als erste Vorsitzende, Werner Braun ist ihr Stellvertreter. Die Kasse führt weiterhin Kassier Gerhard Regnath, neu ist dagegen Ute Wolff, die den Posten der Schriftführerin von Monika Kempf übernimmt. Die Beisitzer haben alle Sonderfunktionen inne. Etwa Richard Bierl, der sich um Kleinkunst und Kabarett kümmert. Oder Angelika Knülle, die für die Organisation von Veranstaltungen zuständig ist, Rudolf Winter ist Ansprechpartner rund um die Musik. Larissa Lins ist für die Kinderkultur zuständig, Friedrike Hellerer pflegt das Archiv.

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