20-jähriges Bestehen des Sozialwerks

"Wir sind ein starkes Team"

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Starnberg – „Sozial, karitativ, kulturell“ – so lauten die drei Maxime des Starnberger Sozialwerks. Der Verein feiert in diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen und hat sich „große Verdienste erworben“, wie der dritte Landrat Tim Weidner auf der Jubiläumsfeier in der kleinen Schloßberghalle sagte.

1959 gründete Hertha Schottky den Starnberger Sprengel des Deutschen Sozialwerks. Nach 36 Jahren kam es laut dritter Bürgermeisterin Iris Ziebart „Gott sei Dank“ zu einer Abspaltung vom Dachverband. Eine „kluge Entscheidung“, die zu einem wirkungsvolleren Einsatz der begrenzten Mittel vor Ort führte, sagte Ziebart. Die 4.000 Euro Förderung der Stadt Starnberg, die dem Verein dieses Jahr zukommen, seien „mehr als gerechtfertigt“. Neben Spielenachmittagen, Märcheninterpretationen, Besuchs- und Betreuungsdiensten bietet das Sozialwerk einmal im Monat ein gemeinsames Frühstück an, zu dem seit einem Jahr auch Asylbeweber eingeladen sind. „Ein öffentlich wirksames Signal“, sagte Ziebart.

Vereinsvorsitzende Anne Kirchbach begleitet den Verein bereits seit über 14 Jahren und ist seit 2004 im Amt. „Der Start war holprig“, erinnerte sie sich. Besonders die Finanzen haben die Vorsitzende, die ursprünglich aus dem künstlerischen Bereich kommt, damals herausgefordert. Die verstorbene Ehrenvorsitzende Anna Berta Gräfin Almeida und Altbürgermeister Ferdinand Pfaffinger seien ihr in dieser Zeit eine große Unterstützung gewesen, sagte Kirchbach. Mittlerweile ist das Sozialwerk gut vernetzt und arbeitet mit verschiedenen Einrichtungen in Starnberg eng zusammen, etwa mit Condrobs, der Volkshochschule, dem Landratsamt, der Stadt und dem Seniorentreff. „Wir sind ein absolut starkes Team und die Arbeit macht richtig Spaß“, freute sich die Vorsitzende. Ihr Stellvertreter Winfried Wobbe hob Kirchbachs Zielstrebigkeit und Hartnäckigkeit hervor: „Sie erreicht sehr viel.“ Kirchbach erinnere ihn an ihre Vorvorgängerin Annekathrin Busolt, die eine „Kämpferin“ gewesen sei und sich „nichts hat gefallen lassen“.

In den vergangenen 20 Jahren seien die Aufgaben des Sozialwerks vielfältiger und schwieriger geworden, sagte Wobbe. So habe die Betreuung von Asylanten und Senioren zugenommen – bei gleichzeitigem Rückgang des ehrenamtlichen Engagements. Doch Wobbe sieht den Verein auf dem richtigen Weg. Der Meinung war auch Weidner: „Machen Sie bitte weiter so.“ Carolin Dameris

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