Sponsoren gesucht

Die Kreisstadt Starnberg ist im nächsten Jahr Austragungsort der 17. Oberbayerischen Kultur- und Jugendkulturtage. Besucher können sich vom 11. bis 19. Juli 2009 auf über 60 Veranstaltungen freuen, die von regionalen Kulturschaffenden und Institutionen in Zusammenarbeit mit den Veranstaltern - dem Bezirk Oberbayern, dem Bezirksjugendring Oberbayern, der Stadt Starnberg sowie dem Kreisjugendring und dem Landratsamt Starnberg - entwickelt werden. Als Wunsch-Standort für das Festival schweben Bürgermeister Ferdinand Pfaffinger und Landrat Karl Roth eine Seebühne vor dem Strandbad vor. Um diese zu finanzieren, werden noch Sponsoren gesucht.

Alle zwei Jahre finden die Oberbayerischen Kultur- und Jugendkulturtage in einer anderen oberbayerischen Kommune statt. Dieses Mal ist Starnberg dran. Damit das Festival ein Zugpferd auch für Menschen außerhalb des Landkreises wird, soll eine Seebühne errichtet werden. Geschätzte Kosten: rund 70.000 Euro. Obwohl das Programm im Detail noch entwickelt werden muss, stehen einige Punkte schon fest: Am Sonntag, 12. Juli, verwandelt sich die Starnberger Innenstadt und die Seepromenade in eine bunte Kultur- und Jugendmeile mit zahlreichen Aktionen und Ständen. Auch die Fachberater des Bezirks Oberbayern beteiligen sich mit informativen, unterhaltsamen und genussvollen Präsentationen. So wird es „Bienenwettfliegen bei den Imkern“ geben, bei den Fischern die heimische Unterwasserwelt vorgestellt und gemeinsam mit dem Volksmusikarchiv gesungen. Die Fachberatung für Heimatpflege veranstaltet gemeinsam mit dem Museum Starnberger See eine Ausstellung über den bekannten ehemaligen Bezirksheimatpfleger Paul Ernst Rattelmüller. Verliehen wird im Rahmen des Kulturfestivals auch traditionell der Oberbayerische Kulturpreis. 2009 geht die höchste Auszeichnung des Bezirks Oberbayern an die Schauspielerin Marianne Sägebrecht und an den Holzbildhauer Andreas Kuhnlein. Sägebrecht schaffte ihren Durchbruch 1985 mit dem Film „Zuckerbaby“ und erlangte mit „Out of Rosenheim“ sowie „Rosalie goes Shopping“ auch internationale Bekanntheit. Die expressiven Skulpturen mit ihren extrem zerklüfteten Oberflächen, die Andreas Kuhnlein mit der Kettensäge aus Baumstämmen fräst, gehören zum Bestand zahlreicher öffentlicher Sammlungen und waren bereits in über 100 Einzelausstellungen zu sehen. Beide Preisträger beteiligen sich auch aktiv am Kulturtage-Programm. „Die regionale Kultur mit Impulsen von außen zu bereichern, ist eines unserer Ziele“, beschreibt Projektleiterin Petra Kellermann vom Kulturreferat des Bezirks Oberbayern das Konzept. Man wolle die Vernetzung von vorhandenen Strukturen einer Region und den Dialog zwischen einzelnen Einrichtungen, den Generationen sowie zwischen Menschen mit und ohne Behinderung fördern. Einer dieser neuen Impulse wird mit der ersten „Starnberger Kulturnacht“ am 17. Juli umgesetzt. In der Innenstadt und auf der Seepromenade werden Lesungen, Konzerte und Ausstellungen geboten. Im Garten des Starnberger Schlosses soll ein Renaissance-Fest stattfinden. Weitere Informationen im Internet unter www.oberbayerische-kulturtage.de.

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