Stadt rüstet gegen Hochwasser auf

Viel zu niedrig: Weil sich immer wieder Fahrgä̈ste beim Gehen ü̈ber den Hochwassersteg in der Unterfü̈hrung Bahnhof-See verletzten, will die Stadt nun einen „niedrigeren und breiteren“ anschaffen. Foto: Jaksch

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ANDREA JAKSCH Starnberg – Dazu gelernt: Als Konsequenz aus dem Hochwasser-Einsatzes im vorigen Sommer hat die Stadt seither 1.000 gefüllte Sandsäcke abholbereit im Betriebshof vorrätig liegen sowie 9.000 leere Säcke. Außerdem werden 70 Stück Europaletten vorgehalten, wie August Ullmann vom Amt für Öffentliche Sicherheit und Ordnung in der Hauptausschusssitzung erklärte. Trotz vieler positiver Aspekte beim Hochwassereinsatz wie die durchweg gut funktionierende Kommunikation zwischen den beteiligten Behörden und Organisationen gab es auch Probleme kleinerer und größerer Art. Als „schlechte Sache“ bezeichnete Ullmann die Begehbarkeit der vollgelaufenen Unterführung am Bahnhof See. Der dort von dem Technischen Hilfswerk (THW) eilends zusammengebaute Steg war zu hoch. Folge: Wegen dem geringen Abstand zwischen Stegboden und „Decke“ verletzten sich immer wieder Fahrgäste am Kopf – ganz zu schweigen von einem barrierefreien Zugang zu den Bahngleisen. Laut Ullmann war die Benutzung durch Rollstuhlfahrer, Kinderwagen oder Fahrrad nicht möglich. „Das THW konnte aber keinen flacheren Steg bauen“ wies Ullmann auf die Grenzen der technischen Möglichkeiten hin. „Der Gerüstbausatz war so ausgelegt, dass nur eine Durchgangshöhe von 1,40 Meter und einer Breite von 60 Zentimeter realisiert werden konnte“, so Ullmann. Für ähnliche Fälle überlegt die Stadt, einen Steg mit geringer Bauhöhe und geeigneter Breite vorzuhalten – der auch „Fußgänger-Begegnungsverkehr“ ermöglicht. Angedacht ist auch, sich ein eigenes Notstromaggregat anzuschaffen. Kosten: 85.000 Euro. Beim Hochwasser im vorigen Jahr war man auf die Aggregate von Bundeswehr und E.ON angewiesen gewesen. Die Hauptausschussmitglieder beschlossen, die von der Stadt vorgelegte Prioritaten-Liste, auf der verschiedene Neubeschaffungen stehen wie ein Universalgreifer (6.000 Euro), ein Palettenhubwagen (300 Euro) oder eine Krangabel (1.600 Euro) sowie neben dem Notstromaggregat eine Sandsackfüllanlage (18.000 Euro), der Hochwassersteg (10.000 Euro) und ein Mobil-Deich (11.000 Euro). Je nach Finanzlage will die Stadt diese Liste „abarbeiten“.

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