Stadtrat Starnberg

Eva John vereidigt

+

Starnberg – Seit vergangenen Montag ist es amtlich: Durch die Vereidigung Eva Johns durch den Stadtratsältesten Klaus Huber wird Starnberg in den kommenden sechs Jahren erstmals von einer Frau regiert.

„Ich sehe den Stadtrat und die Bürgermeisterin als Team und Fairplay als hohes Gut“, sagte John in ihrer Eröffnungsrede. Es dauerte ein ein paar Minuten, bis vor allem die 14 Neulinge ihren Platz am runden Ratstisch gefunden hatten. Zuvor galt es noch, den obligatorischen Fototermin zu absolvieren. „Ich sehe in viele interessierte und aufgeregte Gesichter, es geht mir auch nicht anders“, versuchte John die Anspannung zu lösen. „Es wird für uns alle eine spannende Legislaturperiode.“ Sie wünsche sich dabei Stadträte, die kreativ und engagiert seien, sich auch streiten, aber dabei nicht behindern sollen und das Wohl Starnbergs nicht aus den Augen verlieren. Sie ermunterte die Neuen, ihre Meinung in dem Wissen zu äußern, dass sie mit Respekt und Anstand behandelt werden. Und an die altgedienten Räte appellierte John, den Neulingen zu helfen, sich einzuarbeiten. Aus ihrer eigenen Zeit zu Beginn als Stadträtin hatte John noch als Tipp parat: „Wenn sie sich mal mit einer Beschlussvorlage nicht genau auskennen habe ich mir immer gesagt: Bei schweren Fällen nicht verzagen, sondern den Gerd Weger fragen.“ Und für die Zukunft bat John, „die alten Schlachten der Vergangenheit zu überlassen“. Dass dies vielleicht ein schwieriges Unterfangen werden könnte, zeigten die eher als Formalie anmutenden Tagesordnungspunkte drei und vier bezüglich der Festsetzung der Dienstaufwandsentschädigung für die Erste Bürgermeisterin sowie deren Stellvertreter. Stefan Frey (CSU, neu) bemängelte diesbezüglich, dass es eigentlich Tradition sei, diese in der ersten Sitzung zu wählen. „Die Tagesordnung kam erst am Mittwoch, dem letztmöglichen Termin“, so Frey. Dadurch habe er erst erfahren, dass es noch keine Entscheidung über die künftigen Stellvertreter Johns geben werde und mahnte an: „Man sollte mit allen Fraktionen im Vorfeld reden.“ Diskussionsbedarf sah Frey auch bei der Entschädigung für die Stellvertreter. Während das Gremium gegen vier Stimmen dem Vorschlag der Verwaltung folgte und die Summe der Dienstaufwandsentschädigung auf monatlich 687,56 Euro (damit wurde der Rahmen voll ausgeschöpft) festsetzte, waren nicht alle Stadträte einverstanden mit der von der Verwaltung avisierten Staffelung bei den Stellvertretern. „Im Bezug auf die Fairness sollte beim zweiten und dritten Bürgermeister ebenfalls der volle Rahmen ausgeschöpft werden“, kündigte Frey einen Antrag an. Otto Gaßner (UWG) wieß darauf hin, dass das Bürgermeisteramt ein Job für 24 Stunden an sieben Tagen in der Woche sei. „Aber was für einen beruflichen Bürgermeister gilt, muss auch für das Ehrenamt gelten.“ Anbetracht des Umstandes, dass die Stellvertreter ihre Beurkundung direkt nach der Wahl (und damit auch die Höhe der Entschädigung bestätigt hätten) unterschreiben müssen, die Wahl aber wohl erst in der nächsten Sitzung am 26. Mai stattfinden wird, einigte sich das Gremium letztlich darauf, den Tagesordungspunkt bis dahin zu verschieben und zuvor in den Fraktionen zu besprechen. Stefan Berger

Meistgelesene Artikel

Auftakt der Feierlichkeiten zum 1275. Geburtstags Tutzings

Tutzing – Zu ganz besonderen Anlässen kann die Gemeinde Tutzing die ansonsten verpachtete Kustermann-Villa für eigene Veranstaltungen nutzen - und so …
Auftakt der Feierlichkeiten zum 1275. Geburtstags Tutzings

Unfall wegen überhöhter Geschwindigkeit

Starnberg/Landstetten - Am heutigen Donnerstag, 12. Januar, ereignete sich, gegen 7.55 Uhr, auf der Ortsverbindungsstraße von Pöcking-Aschering nach …
Unfall wegen überhöhter Geschwindigkeit

Das Bild Tutzings erhalten

Tutzing – An zwei besonders sensiblen Stellen des Gemeindegebiets bringt die Gemeinde Tutzing nun ihre Planungsziele verstärkt zum Ausdruck: So wird …
Das Bild Tutzings erhalten

Kommentare