FOS

Neue Heimat bei der Telekom

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Starnberg - „Wir sind immer noch am Neubau der FOS dran, das kann sich aber noch ziehen“, so Landrat Karl Roth. Im Rahmen eines Pressegesprächs stellte er zusammen Peter Dahmer (Leiter des Beruflichen Zentrums), FOS-Leiter Holger Wirth, Kreiskämmerer Stefan Pilgram und Stefan Höck (Hochbauamt) die Interims Fachoberschule vor. 

Für fünf Jahre hat der Landkreis Räumlichkeiten der Deutschen Telekom an der Gautinger Straße angemietet, da der Platz an der Von-der-Tann-Straße nicht mehr ausreicht. Ab dem 12.September werden die 12. Klassen der FOS am Übergangsstandort unterrichtet. Die Fachoberschule in Starnberg wird gut angenommen. Im vergangenen Jahr ist sie mit vier Eingangsklassen (110 Schülern) gestartet. Heuer kommen 180 Schüler in sechs Klassen dazu. Dass dafür kein Platz im Staatlichen Beruflichen Zentrum Starnberg an der Von-der-Tann-Straße sein wird, war klar, deswegen will der Landkreis auch eine eigene Fachoberschule/Berufsoberschule bauen. Bis das jedoch so weit ist, müssen Übergangslösungen her. Diese wurde in einem Gebäude der Deutschen Telekom gefunden. Lange hat der Landkreis um eine eigene Fachoberschule gekämpft. Im vergangenen Jahr hat er sie bekommen. Die Fachoberschule wurde dem Staatlichen Beruflichen Zentrum Starnberg an der Von-der-Tann-Straße in Starnberg angegliedert. „Es war gut, dass wir uns so für die Schule eingesetzt haben. Der Bedarf ist da. Nach einem noch verhaltenen Start im letzten Jahr, sieht man jetzt ganz deutlich, dass die jungen Menschen froh sind, wenn sie zum Besuch ihrer Schule keine weiten Wege auf sich nehmen müssen“, so Roth. „Außerdem muss man ehrlich sein: Man meldet sich doch viel eher an einer bestehenden Schule an, als bei einer Schule, bei der es heißt: Die gibt es vielleicht einmal.“ Mit Beginn des neuen Schuljahres und den neuen Eingangsklassen zur Fachoberschule ist der Schulstandort an der Von-der-Tann-Straße in Starnberg, wie von vornherein klar war, zu klein geworden. Der Landkreis beabsichtigt, zeitnah die Schaffung eines Schulneubaus zur Aufnahme einer Fachoberschule mit Berufsoberschule. Bis der Bau letztendlich realisiert werden kann, wird aber noch einige Zeit vergehen. Für die Übergangszeit mussten daher Lösungen gefunden werden. An der Gautinger Straße, im Gebäude der Deutschen Telekom, wurde ein geeignetes Objekt gefunden. Peter Dahmer und Holger Wirth führten sichtlich stolz durch die schönen vom Landkreis geschaffenen Räumlichkeiten und verwiesen insbesondere auf die gute Lage. Der Standort ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln bestens zu erreichen. Von der S-Bahn haben die Schüler nur wenige Minuten zu gehen. Für den Anfang werden in der „Zweigstelle“ vier Klassen beschult. Es handelt sich dabei um die jeweils zwei 12. Klassen aus den Bereichen Wirtschaft und Verwaltung sowie Sozialwesen. Stefan Pilgram und sein Mitarbeiter Stefan Höck berichteten über die baulichen Maßnahmen, die erforderlich waren, das Gebäude „schultauglich“ zu machen. Auf der angemieteten Fläche von 525 Quadratmetern wurden drei Klassenzimmer, vier Gruppenräume sowie die erforderlichen Sanitär-, Verwaltungs- und Lehrerzimmer geschaffen. Um die notwendigen Raumgrößen zu erhalten, mussten Trennwände entfernt und auch Trennwände mit Schallschutz eingezogen werden. Brandschutzmaßnahmen für Flucht- und Rettungswege (die bei Schulen höhere Anforderungen haben) mussten vorgenommen werden. Die IT-Technologie musste angepasst und vor allem mit dem Standort des Beruflichen Zentrums in der Von der Tann Straße verbunden werden. Rund 350.000 Euro kosteten die Maßnahmen, die sich aber durch einen mietfreien Zeitraum auf „effektive“ (Pilgram) 200.000 Euro reduzieren. Jetzt ist fast alles geschafft, nur die Pausenhoffläche im Außenbereich ist noch nicht ganz fertig. Der Mietvertrag mit der Telekom kann übrigens bei Bedarf jährlich verlängert werden. Zudem laufen Gespräche, noch weitere Räumlichkeiten der Telekom bereits jetzt dazu zu mieten. sb

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