Sanierung der Starnberger Anlage offenbar zu teuer 

Tennispark vor dem Aus

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Die Schließung droht: Die Tennishalle in Starnberg steht vor dem Aus, wenn nicht dringende Sanierungsarbeiten angegangen werden. Diese werden mit rund zwei Millionen Euro veranschlagt.

Starnberg – Die Kreisstadt Starnberg wird um eine Freizeit- und Sportmöglichkeit ärmer. Geschieht nicht noch ein Wunder, wird der Tennispark Starnberg noch vor Jahresende seine Tore schließen. Für Leistungssportler eine Katastrophe.

„Für uns und unsere Nachwuchsspieler war die Nachricht von der geplanten Schließung der Tennishalle ein Schock“, sagt ein aktiver Tennisspieler vom Tennisclub Berg. Noch hofft er darauf, dass die Stadt Starnberg als Verpächter des Areals sich der Wichtigkeit dieser Sportanlage bewusst wird und eine Lösung parat hält. „Tennis ist längst weg vom elitären Image. Mittlerweile ist es ein Volkssport geworden. Es gibt hier in der Region auch viele Jugendliche, die Tennis als Leistungssport betreiben.“ Wie der Starnberger Merkur berichtete, hat Peter Lang die sanierungsbedürftige Halle ab Ende der Wintersaison dem Landkreis Starnberg bereits als Unterkunft für Asylbewerber angeboten. Noch steht eine Antwort aus. Grundsätzliches Problem für den Betreiber des Tennisparks ist der bauliche Zustand der 35 Jahre alten Halle mit sechs Spielfelder. Der finanzielle Aufwand für die Sanierung beträgt rund zwei Millionen Euro. Eine Investition, die sich nur langfristig rechtfertigen lässt. Dafür allerdings fehlt jede Grundlage. Eigentümerin der Flächen, auf dem die Halle steht, ist die Stadt Starnberg. Der Pachtvertrag mit Lang jedoch läuft 2020 aus. Es besteht zwar eine Option, bis 2030 zu verlängern, doch inwieweit dies Sinn hat, ist fraglich. Lang feiert im März seinen 80. Geburtstag, einen Nachfolger für den Tennispark gibt es nicht. Betroffen von einer Schließung des Tennisparks sind nicht nur die Spieler, auch die zehn Trainer und der Wirt der Gastronomie werden sich nach einem neuen Tätigkeitsfeld umsehen müssen. „Ich gehe davon aus, dass es die letzte Wintersaison ist. Für eine Stadt wie Starnberg eine traurige Entwicklung“, betont der Berger Spieler. Werden Sie aufhören? „Mir persönlich wird nichts anderes übrig bleiben. Die nächste Möglichkeit, im Winter in einer Halle zu spielen, gibt es in Herrsching oder in Krailling. Die Plätze sind aber oft ausgebucht. Außerdem ist es auch zu weit zu fahren.“ pop

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