Pro Starnberger Land

Der Klostergasthof in Andechs gehört mit zu den Vorreitern in punkto regionale Vermarktung. Bei einer Veranstaltung der Solidargemeinschaft Starnberger Land in Andechs lobte Kreisvorsitzende Jutta Köhler das Engagement von Alexander Urban. Ihr Appell lautet: Es sollte auf jeder Speisenkarte im Landkreis Starnberg Schmankerl aus der Region stehen.

„Andechs war schon immer mit dabei, wenn es um die Vermarktung regionaler Produkte geht“, sagte stellvertretender Bürgermeister Georg Scheitz auf einer Tagung der Solidargemeinschaft „Starnberger Land“. Gastgeber war Alexander Urban vom Klostergasthof, der seit einem Jahr seine Küche auf regionale Produkte umstellt. „Wir kommen zwar vom nationalen Markt nicht ganz weg, weil es nicht alles in der Region gibt. Wir werden aber verstärkt das Angebot ausbauen“, betonte Urban. Er bezieht unter anderem Fleisch, Fisch, Molkereiprodukte und Brot von heimischen Erzeugern. Was nun auch nach außen hin sichtbar ist. Unter dem Motto „Wir zeigen Flagge“ weht den Besuchern des Heiligen Bergs eine Fahne mit dem Symbol der Solidargemeinschaft entgegen. Großes Lob gab es von Jutta Köhler, seit acht Jahren Vorsitzende der Gemeinschaft Starnberger Land. „Der Klostergasthof hat eine Vorreiterrolle im Landkreis übernommen. Wir hoffen, dass es viele Nachahmer gibt und dass schon bald auf jeder Speisekarte in der Region heimische Schmankerl angeboten werden.“ Unter dem Dachverband „Unser Land“ führen mittlerweile 600 Einzelhändler 42 Produkte und 27 Bio-Artikel, die die Kriterien der Solidargemeinschaft erfüllen, sagte Köhler. Oliver Lutz von der gleichnamigen Metzgerei in Pöcking ist seit 2002 beim Starnberger Land mit dabei. Nikolaus Reis jun. von der Bäckerei und Konditorei Reis liefert unter anderem das Starnberger-Land-Brot nach Andechs. Er verwies nicht nur auf die moralische Verpflichtung, heimische Erzeuger zu unterstützen. Reis erinnerte daran, dass dadurch auch Arbeitsplätze erhalten bleiben. „Der regionale Gedanke ist insofern schon deshalb wichtig, weil wir auch im Sinne der nachfolgenden Generationen handeln.“ Reis beschäftigt 110 Mitarbeiter und bildet zudem 25 Lehrlinge aus. Alexander Urban regte abschließend an, nicht locker zu lassen und neue Wege aufzutun, um weitere Mitstreiter zu finden. „Leider bekommen wir nicht immer die Mengen, die wir benötigen. Es könnten ruhig mehr Produkte unter der Marke Starnberger Land angeboten werden.“ Köhler unterstützte die Idee und schlug vor. „Wir brauchen außerdem mehr landestypische Produkte, die von Touristen, wie beispielsweise von uns der Tiroler Speck, mit nach Hause genommen werden.“

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