Starnbergs Liberale trotzen dem Trend

Die neue Führungsriege der FDP Starnberg: (v.l.) Franz Sussner, Anton Wiesböck, Ute Vitz, Vorsitzende Waltraud Welsch-Jochemko, Lilo Häußer, Rainer Hange, Alexander Rehm und Katharina Hange. Foto: Jaksch

Der FDP-Ortsverband Starnberg wird künftig von einer Frau geführt: Bei der turnusmäßigen Wahl des Vorstands wurde Waltraud Welsch-Jochemko mit einer Gegenstimme zur neuen Vorsitzenden gewählt. Starnbergs bisherige FDP-Ortschef Hans-Peter Tauche hatte nicht mehr kandidiert. Er will sich künftig mehr in der Bundespartei engagieren.

„Es tut sich auf allen Ebenen etwas“, konstatierte Tauche zu Beginn der Versammlung. Damit meinte er nicht nur die Bundespartei, die durch den Rücktritt von FDP-Parteichef Guido Westerwelle „gerade noch die Kurve gekriegt hat“, sondern auch seinen eigenen „neuen Anfang“. Nach zehn Jahren in der Kommunalpolitik wolle er ein „bisserl“ was anderes machen. Hans-Peter Tauche wird sich künftig in der Grundsatzkommission der FDP sowie in der Rechts- und Innenpolitik engagieren.Die Mitglieder der Starnberger Liberalen rief er auf, dem designierten FDP-Parteichef Philipp Rösler einen Vertrauensvorschuss zu geben, Tauche begrüßte, den eingeleiteten Wandel bei der Bundes-FDP und die damit verbundene Neudefinition. In der Vergangenheit sei die FDP auf „eine Person“ reduziert worden, das habe sie nicht verdient. „Die FDP ist sehr vielseitig und weiß Gott nicht allein nur die Steuersenkungspartei“, so Tauche. Die schlechten Umfragewerte der FDP hat sich im übrigen nicht auf den Starnberger Ortsverband nieder geschlagen. Trotz aller Kritik habe es keine Austritte gegeben. Im Gegenteil: Die Starnberger Liberalen konnten im vergangenen Jahr sogar einen Mitgliederzuwachs von 25 Prozent verzeichnen und haben nun 42 FDP`ler im Ortsverein. Das bei der Kommunalwahl für die FDP „einmalige“ Ergebnis von von 24,2 Prozent könne man wieder erreichen, gab sich Tauche optimistisch. Schließlich werde in Starnberg gute und qualifizierte Arbeit geleistet. Auch Tauches Stellvertreterin Heike Barall-Quiring stellte sich nicht mehr für eine Wiederwahl zur Verfügung. Als Freiberuflerin sei sie beruflich sehr eingespannt und in Kombination mit der intensiven Arbeit im Stadtrat an ihrem „zeitlichen Limit“ angekommen, erklärte Barall-Quiring. Für die Vernetzung von Vorstandschaft und Stadtratsarbeit bedürfe es keiner Ämter. Die neue Vorsitzende Welsch-Jochemko, die erst vor zwei Jahren in den FDP-Ortsverband eingetreten ist, bezeichnete es als ihre vordringliche Aufgabe die Position der FDP zu stärken. „Wir haben turbulente Zeiten, aber ich bin zuversichtlich“, so Welsch-Jochemko. Schließlich sei die FDP die einzige Partei, die liberale Aspekte vertrete. Die gebürtige Schwarzwälderin, die als Fachlehrerin an einer Münchner Berufsschule arbeitet und sich ansonsten um ihren Ehemann und ihre beiden Töchter kümmert, möchte zudem die Mitgliederzahlen im FDP Ortsverband Starnberg weiter steigern und „das Ehrenamt“ stärken. Ihr zur Seit stehen als Stellvertreter Dr. Franz Sussner sowie Anton Wiesböck, der bereits Stellvertreter war. Auch nach 37 Jahren führt Katharina Hange weiterhin die Kasse. Als Beisitzer wurden Alexander Rehm, Ute Vitz sowie Rainer Hange und Lilo Häußer gewählt.

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