Startschuss für Abrissarbeiten am alten Tutzinger Kindergarten St. Josef gefallen

Vergangene Woche haben die Abrissarbeiten am alten Tutzinger Kindergargten St. Josef begonnen. Foto: Jaksch

Der Beginn der Abrissarbeiten am 40 Jahre alten Kindergarten „St. Josef“ läutete vergangene Woche den geplanten Neubau eines Kinderhauses mit 159 Hort-, Krippen- und Kindergarten-Plätzen in Tutzing ein. Auf dem von der Kirche für 50 Jahre zur Verfügung gestellten Grundstück soll auch das neue Pfarrpfründe-Haus mit sechs Wohneinheiten entstehen. „Ich bin erleichtert, dass das jetzt los geht und wir damit im Zeitplan liegen“, sagte Bürgermeister Stephan Wanner beim Ortstermin.

„Wir haben in Anbetracht der klammen Kassen von den vielen Pflichtaufgaben der Gemeinde diese hier besonders ernst genommen.“ Wie berichtet, sind die unerlässlichen, aus Bundesmitteln gewährten Zuschüsse (Konjunkturpaket II) in Höhe von 372.400 Euro an die Fertigstellung und komplette rechnerische Abwicklung des Projekts bis zum 31. Dezember 2011 geknüpft. Der Tutzinger Bauträger Anton Leitner hat einen verschlankten Entwurf vorgelegt, der für den Neubau Kosten von maximal 2,9 Millionen Euro vorsieht. „Das Landratsamt hat bei den Genehmigungen sehr schnell und pragmatisch gearbeitet, und dass die Einzelgewerke laut Regierung von Oberbayern bis 100.000 Euro frei vergeben werden können, hat auch sehr geholfen“, lobte Ullrich Sander von der Tutzinger Rathausverwaltung die übergeordneten Genehmigungsbehörden. „Da ist rechtlich alles in Ordnung“, ergänzte Wanner. Alfons Mühleck, Vorsitzender des Pfarrgemeinderats von St. Josef, hob hervor, dass das Vorhaben „Kindern aller Altersgruppen“ zugute komme und „gewiss fortgeführt“ werde, wenn in 50 Jahren das Grundstück an die Kirche zurückfalle. Zur Finanzierung des Projekts musste die Gemeinde gegenüber der Rechtsaufsicht unter anderem die Zusicherung geben, einen Teil des 8.000 Quadratmeter großen Grundstücks am „Tutzinger Keller“ zu veräußern: „Der Verkauf geschieht in diesen Tagen“, berichtete Wanner. Auch wenn er den Standort der in der Bevölkerung beliebten Musik-kneipe gerne erhalten sähe, glaube er nicht daran, dass dies dauerhaft möglich sein werde, so Wanner auf Nachfrage. Unterdessen sind die Kindergarten-Kinder seit dem Frühsommer und noch bis zur Eröffnung des Kinderhauses in der Feldafinger Fernmeldeschule untergekommen (wir berichteten), während an ihrem alten Kindergarten die Bagger regieren: „Dass es regnet, ist gut – so müssen wir den Bauschutt gegen die Staubentwicklung nicht extra nass spritzen“, sagte der Leiter der Abbrucharbeiten von der Friedinger Firma Strobl.

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