Streit um Sportplatz beigelegt

Gauting - Auf der jüngsten Sitzung des Bauausschusses befassten sich die Gemeinderäte in Gauting mit den Bedenken und Anregungen, die während der öffentlichen Auslegung des Bebauungsplan der Staatlichen Würmtal-Realschule eingereicht wurden. Auf 36 Seiten trugen die Grundstückseigentümer vor allem Bedenken gegen die Lage des vorgesehenen Ersatzsport- und spielplatzes für das Gymnasium vor.

Der muss nach einer Bürgerbefragung in vergangenen Jahr zusätzlich zu dem neuen großen Schulsportplatz mit 400 Meter Bahn gebaut werden, weil auf dem bisherigen Sportplatz das neue Schulgebäude entsteht und das Gymnasium dafür Ersatz haben will. Da er aus Platzmangel laut Bebauungsplan nahe an die Wohngebiete an der Wiesmadstraße gerückt wurde, ist er vielen ein Dorn im Auge. Außerdem wurden neben diversen baurechtlichen Fragen auch Bedenken gegen drohende Lärmbelastung durch den vergrößerten Schulbetrieb befürchtet. Eine vom Rathaus veranlasste Verträglichkeitsprüfung hat in dieser Sache ergeben, dass keine für ein Wohngebiet unzumutbaren Belästigungen auftreten werden. Von insgesamt 85 Einwänden wurden von der 82 mit entsprechender Begründung nicht berücksichtig und der überarbeitete Bebauungsplan vom Gemeinderat einstimmig verabschiedet. Er liegt nun nochmals zwei Wochen öffentlich aus und kann dann als Satzung beschlossen werden. Vor der Abstimmung wurde über den Ersatzsportplatz und die Einwände der Anwohner noch einmal heftig diskutiert. Unter anderem beschwerte sich Georg von Aretin (CSU) über die Eile, in der das anspruchsvolle Projekt durchgezogen und Sorgen der Anwohner übergangen würden: „Es ist abenteuerlich, dass wir ein so großes Vorhaben in allen Details übers Knie brechen.“ Bürgermeisterin Brigitte Servatius lies das nicht gelten: „Wir diskutieren doch alle Argumente seit drei Jahren vorwärts und rückwärts und uns läuft die Zeit davon.“ Tatsächlich muss die neue Realschule zum Schulbeginn Herbst 2011 fertig sein. Denn die alte platzt aus allen Nähten, montags findet der Unterricht für einige Schüler bereits im kleinen Sitzungssaal des Rathauses statt und zusätzlich wurden Räume über dem Tegelmann angemietet. Verständlich also, dass der Bürgermeisterin die Zeit unter den Nägel brennt. Einen Tag nach der Sitzung des Bauausschusses traf sie sich im Gymnasium mit der Schulleitung und Vertretern des Elternbeirats, um noch einmal über den Ersatzsportplatz zu reden. Und nun zeichnet sich ein Kompromiss ab: Das Sportfeld soll nur noch 40 mal 60 Meter betragen und damit wesentlich kleiner werden als bisher geplant. Dafür wird es ein Stück weiter nach Norden gerückt, weiter weg von den Wohngebieten. Die Idee stammt von Gemeinderat Jens Rindermann (Grüne) und soll nun in den Bebauungsplan eingearbeitet werden. Servatius wird sie bei der nächsten Gemeindratssitzung vorlegen. Für den geplanten 7.000 Quadratmeter großen Parkplatz am neuen Schulzentrum gibt es inzwischen grünes Licht vom Landkreis Starnberg. Der Umweltausschuss befürwortete einstimmig, dass eine entsprechend große Fläche Bannwald an der Birkenstraße aus dem Landschaftsschutzgebiet Kreuzlinger Forst herausgenommen wird. Der Landkreis schloss sich damit der Argumentation der Gemeinde Gauting an, nach der es keine Alternative für die nötigen Stellplätze gibt. Eva John, Geschäftsführerin des Zweckverbands „Staatliche Würmtal-Realschule“ in Starnberg, versicherte auf Rückfrage des Kreisboten, dass – auch wenn die offizielle Baugenehmigung noch aussteht – im Spätherbst mit den bauvorbereitenden Arbeiten am Schulgelände begonnen wird.. „Alles läuft nach Plan, wir sind nicht im Verzug.“

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