Tagespflege

Bezahlbaren Wohnraum schaffen

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Tutzing - Mit der Grundsteinlegung für die Tagespflegeeinrichtung an der Traubinger Straße 17 ging nun ein Vorhaben auf die Zielgerade, das der Geschäftsführer der „Ambulanten Krankenpflege Tutzing e.V.“, Armin Heil als „Projekt zum Wohle aller Tutzinger“ bezeichnete.

Auf dem Areal des im April abgerissenen ehemaligen „Quinthauses“ errichtet die Katholische Kirchenstiftung St. Joseph zwei Gebäude mit 16 Plätzen für pflegebedürftige Menschen sowie Zwei- und Drei-Zimmerwohnungen und Dachgeschoss-Appartments mit 35 bis 90 Quadratmetern Zuschnitt, die, so Heil, „bevorzugt an Mitarbeiter des Kirchlichen und sozialen Dienstes vermietet werden“. Kirchenpfleger Alfons Mühleck betonte, es sei der katholischen Kirchenstiftung besonders wichtig gewesen, „bezahlbaren Wohnraum für Mitarbeiter zu schaffen“. Das Projekt war durch die testamentarische Verfügung von Maria Quint möglich geworden, Schwester des einstigen Pfarrers Johannes Quint: Diese hatte das 1.500 Quadratmeter große Grundstück 1982 der Kirchenstiftung vererbt. Der Bauausschuss Tutzing hatte planerisch die letzten Hürden für den Abriss des maorden Bestandsbaus und den Neubau genommen, indem er eine zunächst als erhaltenswert geltende Rotbuche auf der Grundstück fällen ließ, aber für eine angemessene Ersatzpflanzung sorgen will. Das laut Mühleck „in Mischfinanzierung und ohne Spendegelder“ durch Rücklagen der Kirchenstiftung gemeinsam mit der Ambulanten Tagespflege als Träger und Betreiber realisierte Projekt auf 550 Quadratmetern Wohnfläche wird im 1. Stock und im Dachgeschoss insgesamt acht Wohnungen beziehungsweise Appartments schaffen, im Erdgeschoss ist die Tagespflege untergebracht; im zweiten, kleineren Gebäude nebenan (200 Quadratmeter Wohnfläche) entstehen je Stockwerk zwei weitere 90 Quadratmeter-Wohnungen mit Garten, dazu neun Tiefgaragenplätze. Anton Leitner von der ausführenden Baufirma hat die Ausschachtungen bereits durchgeführt, mit dem Richtfest für die Gebäude rechnet er gemäß Zeitplan für August/September, die Eröffnung ist für Frühjahr 2017 vorgesehen. Schwester Josefa Knab von den Missionsbenediktinerinnen, mit 95 Jahren genauso alt wie die Ambulante Krankenpflege Tutzing und seit etwa drei Jahrzehnten deren große Unterstützerin, freute sich bei der Feier zur Grundsteinlegung vor allem darüber, „dass Kirche, Krankenpflege und Gemeinde das gemeinsam geschafft haben“. Pfarrer Peter Brummer, Bürgermeister Rudolf Krug und Alfons Mühleck erinnerten an den stetig steigenden Bedarf an Tagespflegeeinrichtungen in Tutzing und befanden den nun hierfür gefundenen Standort als „geradezu ideal“. Armin Heil: „Wir verbessern vor allem die Qualität bei der Versorgung der Menschen.“ Die im Laufe des Freitags ins Fundament eingelassene kupferne Grundsteinröhre bekam schon mal alles Wesentliche für ein gutes Gelingen mit: Eine Kopie des Testaments mit der Erbverfügung, kirchen- und ortsgeschichtliche Dokumente. Krug: („Das halbe Gemeindearchiv“), ein Starter-Kit mit Euros sowie eine ebenfalls von Alfons Mühleck gestiftete Zehn-Mark-Sondermünze – Symbol für Stabilität. mps

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