MVV

Einfacher und transparenter

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Landkreis – Das modernste Tarifsystem Europas soll am Ende herauskommen. Möglicherweise sogar schon ab Dezember 2018. Landkreis- Verkehrsmanagerin Susanne Münster stellte jüngst im Kreisausschuss den Stand zur MVV-Tarifstrukturreform vor: Alles soll einfacher, transparenter, gerechter werden, so ihr erstes Fazit.

Die Neugestaltung der Tarifstruktur sieht vor, ein deutlich benutzerfreundlicheres, einfacheres und streckenunabhängiges Berechnungssystem zu installieren. Ob man komplett von Zonen und Ringe wegkommt, ließ Susanne Münster am Donnerstagnachmittag im Kreisausschuss offen. „Unser Ziel ist, eine bessere Verständlichkeit für den Kunden zu erreichen“, sagte die Verkehrsmanagerin. Das war auch die Maßgabe nach der MVV-Gesellschafterversammlung vor über einem Jahr. Danach gab‘s eine erste Klausur und im Februar dieses Jahr kamen alle Beteiligten zum ersten Arbeitstreffen zusammen. Die Landkreise drängen vor allem auf streckenunabhängige Tarife, auch um so den Park-Tourismus in die nächst günstigere Tarif-Zone einzudämmen. Darüber hinaus soll es auch für die S-Bahn sowie für alle Busse ein elektronisches Fahrkartenmanagement geben. Als nächstes steht Phase zwei, das Feinkonzept auf dem Programm. Das soll im Frühjahr 2018 mit dem Pilotprojekt Entfernungstarif starten und ein Testlauf für ein ausgewogenes und vereinfachtes Tarifsystem sein. Eine S-Bahn-Flate – was Susanne Münster eine „Revolution beim MVV“ nannte – werde es aber nicht geben. SPD-Kreisrat Tim Weidner blieb skeptisch. „Das ist schon ein hehrer Anspruch mit dem modernsten Tarifsystem Europas“, sagte Weidner, der sich neben Vereinfachungen vor allem ein Sozialticket wünschte. Denn selbst in der wohlhabenden Region um München gebe es viele Menschen, die sich eine Fahrt mit der S-Bahn kaum leisten könnten. Verkehrsmanagerin Münster will Weidners Anliegen bei den Planungsgruppen einbringen. po

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