Lob für Mut und Tatkraft

Die Montessori Grund- und Hauptschule in Inning wird um weitere zwei Jahrgangsstufen aufgestockt. Ab dem nächsten Schuljahr kann die Einrichtung bis zur zehnten Klasse besucht werden. Der Spatenstich war am Freitag.

Relativ zügig hat die Montessorischule in Inning den notwendigen Erweiterungsbau auf die Beine gestellt. Vor 20 Jahren in Breitbrunn als Elterninitiative gegründet werden heute 181 Schüler bis zur achten Klasse von insgesamt 20 Lehrern unterrichtet. Prinzip der Montessori ist, Jahrgangsstufen zusammenzunehmen, so dass jüngere Schüler von den älteren profitieren und die Älteren von Anfang an lernen, sich um die Kleineren zu kümmern. Vor fünf Jahren stand fest, dass das Angebot auf zehn Jahrgangsstufen erweitert werden muss. „Bis auf ein paar behördliche Notwendigkeiten lief alles reibungslos“, freut sich Schulleiterin Birgit Penkert. Und selbst die Finanzierung, immerhin kostet die Maßnahme rund 3,5 Millionen Euro, stellte kein Problem dar. Zumal davon 80 Prozent bezuschusst werden. „Leider wird dieser frühestens in zehn Jahren ausbezahlt“, erklärte Thomas Wiedling, Vorsitzender des Fördervereins. Retter in Not war die VR-Bank Starnberg-Herrsching-Landsberg. Sie hat die Baukosten vorfinanziert. „Unser Prinzip ist, Geld aus der Region für Projekte in der Region“, sagte Raiffeisen-Vorstand Thomas Vogl. Mit 380.000 Euro ist die Kommune mit dabei. Der Rest kommt über Spenden, Bürgschaften, Darlehen der Eltern und ein erhöhtes Schulgeld. Neu ist, dass das gesamte Areal, auf dem die Schule inklusive Turnhalle steht, auf 40 Jahre plus zehn Jahre Option in Erbpacht angemietet wurde. „Wenn man so viel Geld investiert, braucht man eine Standortsicherheit“, betonte Penkert. Mit Fertigstellung des Anbaus, der komplett behindertengerecht konzipiert ist, rechnet sie bis zum Beginn des Schuljahres 2010/1011. Dann wird auf 210 Schüler, die aus den Landkreisen Starnberg und Fürstenfeldbruck kommen, aufgestockt. Integriert sind in der so genannten offenen Ganztagsschule mit Mittagsbetreuung unter anderem eine Lehrküche und eine Schulküche, die nach Bedarf von der neu gegründeten „Schülerfirma“ genutzt werden dürfen. Rechtzeitig zum Spatenstich kam Bürgermeister Werner Röslmair. Kurz vorher war er noch in der gemeindlichen Grundschule, um aus seinem Lieblingsbuch vorzulesen. „Nun stehe ich hier, um dem Montesorri-Team für seinen Mut und seine Tatkraft zu danken. Wir freuen uns natürlich über die schulische Vielfalt in unserer Gemeinde.“

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