Traditionelles in modernem Gewand

Erleichterte und vorfreudige Gesichter: (v.l.) Walter Mayer, Architekt, Hildegard Zahm, seit Jahrzehnten im Service der Post tätig, Andreas Gröber, eigentümer und Geschäftsführer der Post und Hans Griesmaier, seit fünf Jahren als Schankkellner und Hausmeister in der Post beschäftigt. Foto: Hirsch

Große Freude und Erleichterung war Andreas Gröber, Besitzer des Gasthofs Zur Post, und seinen drei Begleitern nach dem einstimmigen Berger Gemeinderatsbeschluss vergangene Woche anzusehen. In den kommenden Monaten soll die Wirtschaft renoviert, modernisiert und umgebaut werden. Zudem plant der Gemeinderat eine Verschönerung des Marienplatzes vor dem Gasthaus. Das Zentrum soll deutlich attraktiver werden. So, wie alle Bürger es sich schon lange wünschen.

Eine Umarmung, erleichterte Schulterklopfer und ein Kuss auf die Wange für die Dame der Gruppe. Der Gemeinderat hat den Umbau der Post, wie die Bürger die Wirtschaft nennen, einstimmig beschlossen. Es kann los gehen. „Nach so langer Zeit packen wir es endlich an. Wir haben sorgfältig geplant und gehen genau das Richtige an. Das, was alle im Ort wollen – ein schöneres Zentrum.“ 2006 wurde Andreas Gröber Eigentümer des Gasthofs. Die ersten zwei Jahre führte er die Wirtschaft selbst, danach verpachtete er sie. Seit Oktober 2011 ist Gröber wieder Geschäftsführer und will mit dem großen Schritt „Umbau“ in die Zukunft gehen. Die Investition lässt sich kaum vermeiden. Zu viele Mängel bestehen am Gebäude. Ein echter Brandschutz existiert nicht. Vor gut 20 Jahren brannte die Wirtschaft bereits einmal ab. Dies soll sich nicht wiederholen, deshalb gibt es nur eine Möglichkeit: Modernisieren. „Es wird eine rund-um-Sanierung werden, um die Post auf den heutigen Standard zu bringen.“ Außen soll sich allerdings kaum etwas ändern. Die Faßade bleibt vollständig erhalten, wird aber aufpoliert, und der Grundriss bleibt fast vollständig erhalten. Innen jedoch wird es viel Neues geben: Der Dachstuhl wird endlich ausgebaut. Die Genehmigung dafür liegt bereits seit 1994 vor. Im Eingangsbereich soll eine Lounge entstehen, im Süden wird es einen Wintergarten geben, um die schöne Aussicht genießen zu können und auch die Toiletten werden modernisiert. Zusätzlich soll eine behindertengerechte Toilette installiert werden. Auch der Eingangsbereich wird für Rollstuhlfahrer leichter zugänglich gemacht. Aus den bisher sieben Gastzimmern werden, dank Umbau der Wohnungen, 26 Zimmer mit 50 Betten entstehen. Das Personal kann sich ebenfalls über die Modernisierung freuen. Neben Büroräumlichkeiten, neuen Lagerräumen und Umkleiden mit Duschen wird auch die Küche doppelt so groß. „Sechs bis neun Monate ist eine realistische Bauzeit. Allerdings wünscht sich Herr Gröber, dass alles natürlich viel schneller. Er kann es kaum noch erwarten, die Wirtschaft wieder aufzusperren.“, sagte Walter Mayer, der Architekt und Kopf hinter der Sanierung. Auch Bürgermeister Rupert Monn hofft auf eine schnelle Realisierung: „Es würde mich sehr freuen, wenn unsere Weihnachtsfeier in der neuen Post stattfinden könnte.“ Der Rathauschef war ein großer Unterstützer des Umbauantrags: „Ich bin begeistert von den Plänen für die Modernisierung. Die Post bleibt charakterlich erhalten, wird aber zeitgemäß neu gestaltet.“ Daher ist es ihm auch ein Anliegen, den Wunsch einer Umgestaltung des Marienplatzes seiner Ratsmitglieder Anke Solowski (FDP/Pf), Karl Brunnhuber (SPD/Parteifreie) und Andreas Hlavaty (CSU) zu unterstützen. Die Verhandlungen über Tausch von Grundstücken zwischen Gemeinde, Kloster und Andreas Gröber laufen und haben ein klares Ziel: Den Marienplatz ein neues, schönes Gesicht zu geben.

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