Westumfahrung

Spaten, Motorsäge und viel Symbolik

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Hadorf – „Geburtsstunde unserer Umfahrung“, so hatten die Tunnelgegner von der Wählergemeinschaft Pro Starnberg und der Bürgerinitiative „Pro Umfahrung - Contra Amtstunnel“ ihre Aktion überschrieben, mit der sie am vergangenen Samstag mit Spaten und Motorsägen ausgerüstet, auf einem Grundstück zwischen Söcking und Hadorf symbolisch schon einmal selbst Hand anlegten und so den Baubeginn für die Westtangente demonstrierten.

Ziel der Aktion: Ein Zeichen zu setzen und auf die Ungeduld der Bürger aufmerksam zu machen, die auf darauf warten, dass endlich mit dem Bau der Westtangente – als Teil einer gesamten Umfahrung – begonnen wird. Zudem wollte man schon einmal für die Stadtratswahl am 19. April für sich zu werben. Besuch bekamen die rund 100 Teilnehmer dabei von „Schneewittchen und den sieben Zwergen“ alias CSU-Stadtratskandidatin Katja Fohrmann und ihrer Zwergentruppe. Ebenfalls mit Schaufeln im Gepäck brachten sie per Kutsche „die besten Grüße aus dem Märchenland“. Viele Aussagen der Umfahrungsbefürworter sind bekanntlich für die CSU unhaltbar. Unbeeindruckt von der Parallel-Aktion fällten die Umfahrungsbefürworter im Verlauf ihres symbolischen Spatenstichs auch kleinere Bäume. Wie Markus Mooser (WPS) deutlich machte, sei die Westumfahrung von allen Parteien gewollt (außer neuerdings den Grünen). Das zeige, dass auch Tunnelbefürworter für eine Umfahrung sein können. Trotzdem sei mit dem Bau noch nicht begonnen worden. Wie die WPS in ihrer Pressemitteilung schreibt, „fehlen heute lediglich zwei Grundstücke. Dies aber nehme die Straßenbauverwaltung zum Anlass, alle Rodungsarbeiten auf den Herbst 2015 zu verschieben“. So werde die Eröffnung der 3,5 Kilometer langen Neubaustrecke erst im Frühjahr 2018 zu erwarten sein. Nachdem mit der Fertigstellung der Westtangente der wesentliche schwierigere Teil einer Gesamtumfahrung von Starnberg dann realisiert ist, bedarf es laut WPS nur noch einer Fortsetzung nach Osten zur A952 (Starnberg) beziehungsweise zur A95 (München-Garmisch). Diese Umsetzung ist laut Mooser auch möglich – belegt durch Machbarkeitsstudien und trotz Bedenken wegen der FFH-Gebiete. aj

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