U-Bahn-Bau: Rückt 2014 in weite Ferne?

So etwas hat Planegg noch nicht gemacht: Sie ist Bauherrin für die U-Bahn-Verlängerung nach Martinsried. Doch gerade weil dieses Marktprojekt Neuland für die Würmtal-Kommune ist, will sich Bürgermeisterin Annemarie Deutsch bei der Realisierung etwas mehr Zeit lassen. Sie nutzte in der jüngsten Gemeinderatssitzung die Entscheidung über weitere Planungsschritte für die P+ R-Anlage am künftigen Endhaltepunkt und informierte über den aktuellen Planungsstand.

Derzeit befindet sich Planegg in der Phase der Planfeststellung, der die öffentliche Auslegung der Unterlagen voraus gegangen ist. Nach der Prüfung aller privater wie auch öffentlicher Einwände folge in der Regel die Baugenehmigung, so die Bürgermeisterin. Parallel dazu führe man laut Deutsch „sehr intensive Vertragsverhandlungen“ mit dem MVV (Münchner Verkehrs- und Tarifverbund), dem Landkreis und der Regierung von Oberbayern. „Wir werden ihnen erst einen Vertrag zur Beschlussfassung vorlegen, wenn klar ist, was auf die Gemeinde alles zukommt beziehungsweise, was in 30 Jahren einmal sein kann“, so die Rathauschefin weiter, die von einem, für Planegg positiven Ergebnis ausgeht. „Wir sind im Augenblick auf einem guten Weg.“ Jetzt sei man auf der Suche nach einem erfahrenen Projektsteuerer, der aufgrund der geänderten Ausschreibungsmodalitäten allerdings europaweit ermittelt werden müsse. Und weil dieses Verfahren sich über ein paar Monate hin ziehen könnte, warb Detsch im Gemeinderat auch für etwas mehr Zeit. „Das ist ein sehr komplexes Projekt, lieber lassen wir uns ein halbes Jahr länger Zeit und schauen ganz genau hin.“ Ganz genau schauten bei der anschließenden Debatte um die künftige P+R-Anlage auch einige Gemeinderäte auf all diejenigen, die vor einem halben Jahr in dieser Frage einen anderen Weg eingeschlagen hatten, als den eigenen. Nach wie vor scheiden sich die Geister bei der Frage, ob man mit einem Parkplatz mit 100 und mehr Stellflächen nicht erst recht den Verkehr nach Martinsried lenke oder man nicht mit weniger Parkraum eine Akzeptanz des neuen Endhaltepunkt der U6 am Campus verhindere. Trotz einstündigem Schlagabtausch der einstigen Gegener (CSU und FDP vs. SPD, FWD und Grüne Gruppe 21) folgte der Gemeinderat einmütig dem Vorschlag der Verwaltung, den Beschluss vom November 2010 um drei Punkte zu ergänzen: Im Wesentlichen sollen sich alle weitere Planungsschritte auf den bestehenden Parkplatz südlich der Großhaderner Straße beziehen. Und: Die P+R-Anlage soll zeitgleich mit der U6 fertig sein.

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