Umbau genehmigt

Seit über zehn Jahren kämpfen Eltern im Gilchinger Ortsteil Geisenbrunn um einen Spielplatz. Nun soll im Rahmen der Sanierung der Außenanlagen beim Freitzeitheim Geisenbrunn eine Spielanlage für Kinder gebaut werden. Der Bauausschuss genehmigte für Umbauarbeiten insgesamt 22.500 Euro.

Die Kinder der Eltern, die sich seit Anbeginn für einen neuen Spielplatz in Geisenbrunn einsetzten, sind längst dem Spielplatzalter entwachsen. Wie berichtet, wurde den Kindern ihr Treffpunkt an der Kleinfeldstraße vor etwa zehn Jahren durch den Grundstücksbesitzer gekündigt, weil das Areal vorgeblich bebaut werden soll. Gleichzeitig sollte laut Bebauungsplan ein neuer Spielplatz an anderer Stelle entstehen. Bisher jedoch verhinderten Unstimmigkeiten der verschiedenen Grundstückseigner in punkto Umlegungsmaßnahme das Projekt. Als kleine Lösung soll nun ein Spielplatz am Freizeitheim Geisenbrunn entstehen. „Dafür werden einige Parkplätze geopfert“, sagt Gerhard Zlunka. Er betreibt zusammen mit Mutter Elfriede und Bruder Helmut das Freizeitheim, in dem die Schützengesellschaft Hubertus, ein moderner Schießstand, ein Theatersaal, das Wirtshaus und Nebenräume untergebracht sind. Der Bau war vor über 30 Jahren durch die Schenkung eines 3.000 Quadratmeter großen Grundstückes an der Tonwerkstraße durch den damaligen Besitzers Franz Seebauer möglich geworden. Sobald die Baugenehmigung erteilt war, damals waren Geisenbrunn und Argelsried noch eine eigenständige Gemeinde, begann man mit einem Gemeinschaftsprojekt, an dem sich alle Geisenbrunner Vereine durch Eigenleistung beteiligt hatten. Auch der damalige Bürgermeister Johann Dobmeier half kräftig mit. War doch nicht nur der Wunsch der Vereine nach einem eigenen Vereinsheim einziger Anlass für den zügigen Bau. Es stand zudem die Gebietsreform und damit die von Dobmeier lange torpedierte Zusammenlegung mit der Gemeinde Gilching an. Besonders auch deswegen, weil Geisenbrunn/Argelsried über ein ordentliches finanzielles Polster verfügte und so wenig als möglich an den ungeliebten Nachbarn gehen sollte. Außerdem war es Ziel der Geisenbrunner, künftig über ihr Haus zu verfügen. Baubeginn war 1976, der Einzug fand 1977 statt, die offizielle Einweihung war im März 1978. „Unsere Familie hat am 1. November 1977 den Betrieb aufgenommen“, erinnert sich Zlunka. Seither fanden einige Modernisierungs- und Verschönerungsmaßnahmen statt. Neu soll nun der Spielplatz und ein Brunnen errichtet werden. Außerdem wird der Biergarten erweitert. Da die Gemeinde Eigentümer des Hauses ist, übernimmt sie die Kosten. Start der Arbeiten ist nach der Biergartensaison im Herbst. Die Internetseite lautet: www.gaststaette-geisenbrunn.de.

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