Umfassender Generationswechsel

Die neue FU-Kreischefin Ute Nicolaisen-März (2.v.l.) und ihr Vorstandsteam (v.l.) Katja Fohrmann, Silke Gadilhe, Rosi Schmidt, Ute Eiling-Hütig und Ulrike Schweyer bedanken sich bei der scheidenden Vorsitzenden Rosa Strenkert (4.v.l.). Foto: Jaksch

Die neue Vorsitzende der Kreis Frauen Union (FU) heißt Ute Nicolaisen-März. Die Pöckingerin ist die Wunschnachfolgerin von Rosa Strenkert, die sich nach zwölf Jahren an der Spitze der FU nicht mehr für eine Kandidatur zur Verfügung stellte. Mit der Wahl der 49-jährigen Juristin als erste Vorsitzende der Kreis-FU wurde bei den turnusmäßigen Neuwahlen auch insgesamt ein umfassender Generationswechsel eingeläutet.

„Ich trete in große Fußstapfen“, sagte die frische gebackene Vorsitzende nach ihrer einstimmigen Wahl und versprach ihrer Vorgängerin: „Ich werde die Frauen wie meinen Augapfel hüten.“ Die neue FU-Chefin setzt auf Kontinuität und will den Kreisverband weiter ausbauen. In ihrem Heimatort Pöcking engagiert sie sich bereits als FU-Ortsvorsitzende und Gemeinderätin. Zudem ist sie stellvertretende CSU-Vorsitzende. „Ich will keine Ämter häufen, aber die FU ist meine Heimat und liegt mir am Herzen“, sagte Ute Nicolaisen-März. Denn Frauen hätten weniger Imponiergehabe als Männer und seien sachlicher und manchmal auch „zackiger“. Insgesamt sei die FU innerhalb der CSU-Gremien gut aufgestellt, trotzdem würde es den CSU-Ortsverbänden gut anstehen, mehr als eine Frau im Vorstand zu haben. Generell müsse man sich Gedanken machen, wie man künftig mehr jüngere Frauen zur Mitarbeit in der Politik begeistern könne. „Schließlich vertreten wir die Frauenrechte besser als manche scheinbar progressive Partei“, so Nicolaisen-März. Die FU bezeichnete sie als „wertkonservativ und modern“. Als Ziel in den kommenden zwei Jahren nannte Ute Nicolaisen-März außerdem die Gründung weiterer FU-Ortsverbände im Landkreis Starnberg. Ein neuer FU-Ortsverband in Tutzing stehe schon in den Startlöchern und auch in Gilching sei die Wiedergründung möglich. Als Hauptthemen, die sie „anpacken“ will, nannte Ute Nicolaisen-März die Integration und den Ausbau regenerativer Energien im Landkreis. Schließlich sei die FU keine Vereinigung, die sich auf Frauenthemen beschränkt“, erklärte die neue FU-Vorsitzende. In ihrem Rechenschaftsbericht hatte Rosa Strenkert, der es vor zwölf Jahren gelungen war, wieder Ruhe in die damals zerrüttete Gruppierung zu bringen, zuvor noch einmal die Highlights ihrer Amtszeit Revue passieren lassen. Bereits vor zehn Jahren habe sich die FU mit heute noch aktuellen Themen befasst wie Europa - Integration oder Geothermie. „Wir haben uns nie nur auf Frauenthemen beschränkt“, erklärte Strenkert. Aber die Politik brauche einen langen Atem wie sie am Beispiel der Frauenquote festmachte, für die sich der Kreisverband immer engagiert habe. Erst nach langem Anlauf sei endlich entschieden worden, dass 40 Prozent aller Posten innerhalb der CSU von Frauen zu besetzen sind. „Wir sind deswegen oft dumm angeredet worden“, so Strenkert. Dabei „brauche die CSU die Frauen, wenn sie eine erfolgreiche Zukunft“ haben wolle. Bei der anschließenden Neuwahl wurde neben Ute Nicolaisen-März als Stellvertreterinnen Ulrike Schweyer vom Ortsverband Herrsching, Katja Fohrmann vom Ortsverband Starnberg sowie Ute Eiling-Hütig vom Ortsverband Feldafing gewählt. Schriftführerinnen sind nun Silke Gadilhe und Marianne Lampl, Schatzmeisterin bleibt Rosi Schmidt. Als Beirätinnen wurden Marjatta Metz (Gauting), Katharina Stürzer (Inning), Hanne Doch (Herrsching) sowie Margret Kaspar (Pöcking), Doris Cramp-Cichon (Seefeld) und Christine Paul (Starnberg) gewählt.

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