Undichtes Dach & marode Böden

Rund 18 Millionen Euro werden in die Sanierung des Gymnasium Altbaus investiert. Foto: Polster

Kaum ist der Neubau mit Mensa eingeweiht, soll nun auch der Altbau des Christoph-Probst-Gymnasiums in Gilching von Grund auf saniert werden. Inklusive Schulturnhalle müssen dafür rund 18 Millionen Euro investiert werden.

Ein leckes Dach, marode Böden, fehlender Brandschutz und Lüftungsprobleme machen nach 35 Jahren eine Generalsanierung des Schulhauses notwendig, erklärte Peter Flach, Vorsitzender des Zweckverbands weiterführende Schulen im westlichen Landkreis, auf der jüngsten Verbandsversammlung. Ursprünglich sollte nur das Schulhaus und die Außenanlagen saniert werden. Kosten hierfür 16 Millionen Euro. In der Diskussion jedoch wurde von Friedrich Ulrich vom Lehrerkollegium die marode Schulturnhalle bemängelt. Dass die Halle sanierungsbedürftig ist, daran lies das Gremium keinen Zweifel. Auf Anregung von Thomas Reich jedoch wurde eine endgültige Entscheidung auf die nächste Sitzung in etwa vier Wochen vertagt. Immerhin geht es um weitere 1,3 Millionen Euro Kosten, die für eine Innensanierung auf die Mitglieds-Gemeinden zukommen. Schüler und Eltern beklagen seit Jahren einen maroden Fußbodenbelag und eine nicht zumutbare, akustische Geräuschkulisse, drängte Ulrich auf eine positive Entscheidung. Als kritisch bezeichnete Lorenz Schmidt aus Weßling, dass nur der Innenbereich saniert, doch auf energetische Maßnahmen verzichtet werden soll. „Wir sollten erst noch prüfen, wie hoch der energetische Aufwand ist und was es letztendlich mehr kosten wird.“ Das Architektenteam Gerum & Haake will die Turnhallen-Sanierung bis zur nächsten Sitzung aufbereiten. Diskussionsthema war außerdem eine Lüftungsanlage. Ursprünglich war sie in den Sanierungskosten nicht vorgesehen. Dass darauf schwerlich verzichtet werden kann, mahnte Ulrich. „Es ist bekannt, dass bei schlechter Raumluft die Konzentration der Schüler nach 20 Minuten nachlässt. Eine Fensterlüftung aber bringt nichts.“ Einstimmig sprach sich das Gremium für die Mehrkosten in Höhe von 750.000 Euro aus. Wegen dem Prinzip der Gleichberechtigung soll nun auch die Realschule in Herrsching gefragt werden, ob dort im Zuge der Sanierung ebenfalls eine Lüftung erwünscht ist. „Es solle keine Schule zweiter Klasse sein“, sagte Flach. Laut Machbarkeitsstudie, die 13.500 Euro gekostet hat, sollen ab April 2011 unter anderem Fachräume um- und ausgebaut, neue Fluchtwege und ein Treppenhaus eingebaut und die Faßade erneuert werden. Außerdem werden die Außenanlagen neu geordnet. Mit Fertigstellung der vier Bauabschnitte rechnen die Experten bis zum August 2013.

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