Verhandlungen erfolgreich

Anlässlich der laufenden Diskussion zum diesjährigen Einbau von Flüsterasphalt auf der BAB 96 in Gräfelfing hält Bürgermeister Christoph Göbel in einer Pressemitteilung fest, dass noch in diesem Jahr im Gemeindegebiet ein offenporiger Dünnschicht-Heißbelag eingebaut wird. Ürsprünglich sollte der Belag auf der gesamten Strecke der A 96 in Gräfelfing (also vom künftigen Autobahnanschluss östlich der Heitmeier Siedlung bis zum AD München-Südwest) errichtet werden.

Die Autobahndirektion Südbayern schlug vor, einen Teil dieses Einbaus als Mitbaumaßnahme mit der anstehenden Tunnelsanierung dieses Jahr durchzuführen aufgrund Synergieeffekte. Dies bezog sich auf den Abschnitt bis kurz vor dem Halbanschluss Freiham. Der Weiterbau bis zum AD München-Südwest wolle man auf das kommende Jahr verschieben. Diese Überlegung fußte auf der Tatsache, dass während des Einbaus der Verkehr auf die Gegenfahrbahn umgeleitet werden muss. Dies kann nur an vorgegebenen Überquerungspunkten umgesetzt werden und das entsprach weder der Vorstellung der Gemeindeverwaltung noch des -rates. Deshalb beschloss das Gremium auf Vorschlag des Bürgermeisters bereits am 31. März mit der Autobahndirektion weiter zu planen, dass der neue Asphalt noch in diesem Jahr möglichst auf der ganzen Strecke eingebaut wird. Seitdem laufen Planungsgespräche ohne Unterlass und es ist der Gemeinde ein ausdrückliches Anliegen zu betonen, „dass die Autobahndirektion Südbayern uns in dieser Sache nicht nur inhaltlich stützt, sondern konstruktiv und zielorientiert begleitet“. Gemeinsam mit der Autobahndirektion und unter Leitung des Gräfelfinger Ingenieurbüros Haas wurde folgender Plan erstellt, den Göbel dem Rat in seiner jüngsten Sitzung am 28. April vorlegte. Unabhängig von der diesjährigen Tunnelsanierungsmaßnahme werden heuer die Streckenabschnitte zwischen dem künftigen Autobahnanschluss östlich der Heitmeier Siedlung bis zur „Lackl-Brücke“, also bis etwa 200 Meter vor das östliche Ende des Autobahntunnels und dem AD München Südwest bis rund 200 Meter vor das westliche Ende des Autobahntunnels mit dem neuen Flüsterasphalt belegt. Hierfür sind keine Verkehrsumleitungen auf die Gegenspur notwendig, da während des Einbaus des Flüsterasphalts auf jeweils Fahrspuren in eine Fahrtrichtung der Verkehr auf den verbleibenden Fahrspuren geführt wird. Mit der mit der Tunnelsanierung beauftragten Baufirma soll in den nächsten Wochen abgesprochen werden, inwieweit der neue Asphalt rund um den Autobahntunnel (auf einer Länge von 700 Metern) kurzfristig eingebaut werden kann. Parallel zur Tunnelbaumaßnahme ist dies nicht möglich, weil in diesem Streckenabschnitt während dieser Zeit die beiden Mittelfahrstreifen als Baueinrichtungsfläche genutzt werden. Vor und nach der Tunnelbaumaßnahme kann der Asphalt nicht eingebaut werden, weil die Witterungsbedingungen dies planmäßig nicht zulassen. Sollte der innere Gräfelfinger Streckenabschnitt (circa 200 Meter vor und nach dem bestehenden Autobahntunnel) dieses Jahr nicht mit dem neuen Asphalt belegt werden können, wird dieses 2010 nachgeholt, so Christoph Göbel. „Es besteht also nicht die Problematik“, erklärte der Rathauschef, „wie sie in letzter Zeit fälschlicherweise so dargestellt wurde“. Damit meinte er die Diskussion um den Einbau des Flüsterasphalts auf Strecke zwischen Halbanschluss Freiham und AD München Südwest oder, dass sich Autobahndirektion das Anliegen der Gemeinde Gräfelfing gar blockieren würde. Dies sei nicht der Fall. Göbel widerspricht der Aussage der IGG, die in einer von ihr initiierten Unterschriftensammlung zur „Verlängerung des Flüsterasphalts bis über den Halbanschluss der A 96/A99“ von einer Blockade seitens der Autobahndirektion sprechen. „Wir zahlen diese Maßnahme aus der Gemeindekasse“, so Göbel „und deshalb gibt es auch keinen Grund seitens der Autobahndirektion dem entgegen zu wirken. Die Autobahndirektion hat immer mitgespielt“. Den jüngsten Aufruf der IGG zur Unterstützung des Lärmschutzes an der A 96, kritisiert Göbel als eine „Aktion zu Lasten Dritter“. Das einzige Problem bestehe darin, so Göbel, dass die bereits ausgeschriebene Tunnelsanierung am Tunnel Gräfelfing eine gleichzeitige Aufbringung des Flüsterasphalts im inneren Streckenabschnitt behindern würde. Deshalb arbeitet die Gemeinde Gräfelfing mit Hochdruck daran, auch für diesen Bereich den Einbau des Flüsterasphalts noch in diesem Jahr zu ermöglichen. Die Kosten der Baumaßnahme liegen bei rund 1,15 Millionen Euro. Eine Million Euro wurde hierfür aus dem Hauhalsjahr 2008 übertragen, teilte Göbel den Räten Dienstag vergangener Woche mit. Der Rest wird als überplanmäßige Ausgabe in den Haushalt gestellt. Jürgen Lüsch (CSU) sprach von einer „phantastischen Lösung“ und AIG Gemeinderat Ralf Brandter gratulierte Göbel zu dem hervorragenden Verhandlungsergebnis. Kai Reichert (BVGL) ist ebenfalls „besonders glücklich“, dass es so geklappt hat und auch Petra Schaber sprach von einer „ganz tollen Sache“. Die Fraktionsvorsitzende der IGG gab aber auch zu verstehen, dass sie die von der IGG initiierte Unterschriftenaktion nicht als eine „fälschliche Reaktion“ sieht, sondern als Unterstützung in der Sache. Abschließend richtet der Rathauschef seinen Dank an Bauamtsleiterin Elisabeth Breiter und an Robert Haas, „die maßgeblich zu diesem Verhandlungserfolg beigetragen haben“.

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