Verhandlungen sind gescheitert

Auf der Gilchinger Glatze soll Wohnraum für 1.500 Bürger entstehen. Foto: Polster

„Die Verhandlungen sind gescheitert“, bedauert Gilching Bürgermeister Manfred Walter. Weil in punkto Umlegung der Grundstücke auf der so genannten Glatze nichts weiter geht, soll jetzt nur noch mit den Grundbesitzern verhandelt werden, die sich nicht im Verbund einen Anwalt genommen haben.

Mit der Geduld ist das so eine Sache. Wird sie über strapaziert, reißt der Faden. Wie im Fall Gilchinger Glatze. „Ich bin vom Gesprächsverlauf mit dem Anwalt, der 75 Prozent der Grundbesitzer vertritt, sehr enttäuscht“, sagte Bürgermeister Manfred Walter auf Anfrage. Denn obwohl seit Jahren versucht wird, durch intensive Gespräche einen Konsens zu finden, bewege sich nichts vorwärts. „Nach dem Aufstellen des Haushalts und der Kalkulation der neuen Wassersatzung ist die Bebauung der Gilchinger Glatze für Gilching eines der wichtigsten Projekte. Weitere Verzögerungen sind nicht hinnehmbar.“ Spätestens im März soll laut Walter der Gemeinderat entscheiden, wie weiter verfahren wird. „Dann erkläre ich die Verhandlungen mit dem anwaltschaftlichen Vertreter für gescheitert und werde vorschlagen, mit den restlichen Grundbesitzern weiter zu verhandeln.“ Wie berichtet, geht es um insgesamt 43 Grundbesitzer, wobei auch die Kommune in Besitz einiger Flächen ist. 75 Prozent der Eigner haben sich zusammengeschlossen und einen gemeinsamen Anwalt beauftragt, sie gegenüber der Gemeinde zu vertreten. Stimmt der Gemeinderat demnächst zu, werden die Gespräche nur noch mit den Grundbesitzern geführt, die eigenständig entscheiden können. Walter: „Wir müssen dann versuchen, statt eines gemeinsamen Bebauungsplans Teilbebauungspläne aufzustellen. Unser Ziel war zwar, hundert Prozent der Eigner an einen Tisch zu bekommen und das Umlegungsverfahren als gemeinsames Projekt zu sehen. Da führt aber kein Weg mehr hin.“ Auf dem noch landwirtschaftlichen Areal zwischen Ortszentrum und Starnberger Weg soll neuer Wohnraum für bis zu 1.500 Bürger geschaffen werden. Außerdem ist an der Kreuzung Karolinger Straße/Starnberger Weg ein Hotel geplant. Ursprünglich war vorgesehen, die kleine Landesgartenschau nach Gilching zu holen und die Gilchinger Glatze als kulturellen Treffpunkts zu machen. Die Bewerbung darum jedoch war schon einmal gescheitert, da der Zeitplan nicht eingehalten werden konnte.

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