"Viel positive Resonanz"

„Ich kann es gar nicht glauben. So viel positive Resonanz“, freute sich Barbara Scheitz über das rege Interesse an dem geplanten Hunderwasser-Projekt. Insgesamt kamen am vergangenen Freitag und Samstag rund 450 Interessierte zur Molkerei Scheitz, um sich aus erster Hand über das umstrittene Vorhaben zu informieren

. Die Mehrheit der Besucher lobte den Mut der Firmenchefin, in ein außergewöhnliches und umweltfreundliches Projekt zu investieren. „Ich finde es mutig, auch mal etwas anderes zu wagen“, sagte FDP-Kreisvorsitzende Sigrid Friedl-Lausenmeyer. Und auch bei etlichen Nachbarn fand das Bau-Vorhaben Zustimmung. Auf Nachfrage, warum sie das nicht, wie auch einige Kritiker, öffentlich kundtun, sagte ein Anwohner: „Warum? Uns gefällt es. Wieso sollten wir da Leserbriefe schreiben?“ Es gab aber auch kritische Stimmen. Insbesondere wegen der Höhe des Turms. „Also, wenn er ein ganzes Stück kürzer wird, dann kann ich damit leben“, sagte SPD-Gemeinderat Karl Strauß. Er hatte in der Sitzung gegen das Bauvorhaben gestimmt. Auch deshalb, weil es keine konkreten Pläne vom Verwaltungsgebäude gab. „Hätte ich den Plan vorher schon gesehen, hätte ich eventuell anders entschieden.“ Damit auch möglichst viele Bürger zu Wort kommen beziehungsweise ihre Befürchtungen und Anregungen aufschreiben konnten, hatte Barbara Scheitz ausreichend Papier und Stifte zur Verfügung gestellt. Der Rücklauf kann sich sehen lassen. Insgesamt gaben rund 150 Bürger ihre Stellungnahmen und Verbesserungsvorschläge ab. „Sie werden nun alle einzeln ausgewertet und persönlich beantwortet“, versprach Scheitz. Keine Notwendigkeit, die Infoveranstaltung zu besuchen, sah Bürgermeisterin Anna-Elisabeth Neppel. „Das, was da vorgestellt wird, ist nicht abschließend und außerdem unverbindlich“, sagte sie. Persönlich aber könne sie sich ein Hügelhaus „ganz gut vorstellen“. Der insgesamt 28 Meter hohe Turm jedoch sei auch ihr ein Dorn im Auge. „Ist er nur zur Deko gedacht, finde ich ihn nicht notwendig. Ist er aber unverzichtbar, muss er deutlich niedriger werden. Es gibt so viele Möglichkeiten eines Hundertwasser-Baustils. Muss es da ein Turm sein?“ Wann das Thema im Gemeinderat erneut behandelt wird, steht noch nicht fest.

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